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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1889-01-01 · Heft 1 · p. Seite 86

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1889
Issue
Heft 1
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1889-01-01
Page
Seite 86 (sequence 3)
Language
German
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86 Miscellen. 1730 ^doäat Ka-Neleeli von Menachem Kohen aus Neuhaus, Auszüge aus Josef Karo's Gesetzbuch Bd. I. 1732 (ohne Druckort, nicht ganz sicher) Lirkat Ka-Ledaek, über Sebachim, von Ahron S. Kaidenower, nebst Proben aus Menachen b. Baruch's Schrift. Im Gegensatz zu allen bisherigen geringen Ansätzen einer stabilen Druckerei werden wir es nunmehr mit einem Drucker zu thun haben, der nicht weniger als 30 Jahre (1733—62) sein Geschäft betrieb. (Forts, folgt.) Wie die Frankfurter Juden Karl V». huldigten. Von I. Kraeauer. Der Tod Karls VI., des letzten Kaisers aus dem Habsburgischen Hause, gab das Zeichen zu einer allgemeinen Erhebung gegen seine Tochter und Erbin Maria Theresia. Sogar die Mächte, welche wie Frankreich und Spanien die pragmatische Sanktion früher anerkannt hatten, unterstützten in dem ostreichischen Erbfolgekrieg den Kurfürsten Karl Albrecht von Bayern, der Ansprüche auf die östreichischen Länder erhob. Anfangs war diesem das Kriegsglück in unerwarteter Weise hold. Im Bunde mit sächsisch-französischen Hilfstruppen drang er in Ober'österreich ein und ließ sich in Linz als Erzherzog huldigen; am Ende des Jahres 1741 konnte er sich auch als Herrn von Böhmen betrachten, in dessen Hauptstadt Prag er sich die Königskrone aufsetzte. Seinem Glücke fehlte nur noch eins, die Krone der römischen Kaiser. Und auch diese sollte ihm zu Teil werden; am 24. Januar 1742 wurde er in der Bartholomäuskirche zu Frankfurt a/M. zum Kaiser gewählt und am 12. Februar unter Feierlichkeiten aller Art gekrönt. Aber damit hatte er den Höhepunkt seines Glückes erreicht; die für ihre schöne und heldenmütige Herrscherin begeisterten Truppen schlugen die Feinde aus Oestreich heraus, drangen sogar in Bayern ein und eroberten München. So war der neue Kaiser Karl VII. seines eignen Stammlandes beraubt. Ohnmächtig und thatenlos verbrachte er den größten Teil seiner Regierungszeit in Frankfurt a/M. Während seines Aufenthaltes daselbst trat er auch mit den Frankfurter Juden in nähere Beziehung. Das Stadtarchiv zu Frankfurt besitzt darüber eine Reihe von Aktenstücken , die schon deshalb nicht ohne Interesse sind, weil sie die damalige Stellung der Juden zu ihrer Obrigkeit, dem Rat, kennzeichnen. Um das Folgende verständlich zu machen, muß ich vorausschicken, daß seit dem Jahr 1349 die Frankfurter Juden nicht mehr unmittelbar unter dem Kaiser, sondern unter dem Rat standen. In diesem Jahre hatte nämlich Karl IV. die ») Signatur v, n es find 11 Stück.

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