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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 2 · p. Seite 201

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 2
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1888-01-01
Page
Seite 201 (sequence 2)
Language
German
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Miscellen. 201 da kein Exemplar mir bekannt und vielleicht die Notiz bei Wolf auf Te'ena Ilre'ena zu beziehen ist. Ob Baruch das Schriftchen des David de Lida verlegte, das am 10. Nisan beendet ist und an der Spitze eine gedruckte Formel für den einzutragenden Namen des Besitzers trägt, läßt sich nicht angeben; im Elul desselben Jahres finden wir ihn in Prausnitz in Schlesien, wo vielleicht der Versuch, eine Druckerei zu begründen, nach nur zwei bekannten Drucken mißglückte. — 1710 oder 1711 druckt Jablonski eine kleine Bibel ohne Bocale.. 1711 edirt Meschullam Salman Fischhof zwei kabbalistische Schriften des Jsachar b. Petachja nebst dem Testament seines Vaters Benjamin b. Meschullam Auerbach, Rabbinatsvorsitzenden in Nikolsburg, und eine eigene Ermahnung (Oatal. Loäl. x. 1065, 1750) 2). 1711, 1712 erschien bei Jablonski eine für Juden und Christen eingerichtete kleine Doppelausgabe des Pentateuchs, wahrscheinlich von Jehuda L. Neumark und andern Juden corrigirt, die jedoch nur durch „Arainwatiei noti" bezeichnet werden (B. N. 797). 1712 druckte Baruch Buchbinder: kaxxeänni de-l'aMuekim von Eljakim b. Meir (beendet 1 Nisan) und?eraed I^ekauon von Jehuda Perez. Ohne Druckernamen edirte Seeb Wolf b. Meschullam (s. oben S. 380) eine „2. Ausg." des Du Zakod; ohne jeden Namen erschienen Sellekot für Schobabim mit deutscher Übersetzung (4 Bl., B. 2929, nach ed. Franks, a. O. 1703). 1713 bildet den Gipfelpunkt der typographischen Periode, welche durch B. Buchbinder repräsentirt wird. Dieses Jahr brachte nicht weniger als 7 Bücher, wovon allerdings nur zwei seinen Namen tragen, aber die jüdische Welt nicht wenig in Bewegung setzten, nämlich die mystischen Schriften des bald verketzerten Nechemja Chajjun, das eine corrigirt von dem erwähnten Salomo b. Mattatja.4) Die andern 5 sind: leeret oa-Nnsar, ein interessantes Sittenschristchen von Salomo Alammi, herausg. von Josef Epstein b. Benjamin Levi aus Könitz auf Kosten des Ascher Selig b. Jsak Kohen aus Leipnik — Vorstehers in Berlin — also beide aus Mähren, das Gebetbuch vereeli 8iaek da-^äe (B. 2313), Semirot des Akiba Frankfurt. Näheret Ka-Lekulekan von Benjamin b. Sabbatai und ein anderes Gebetbuch (B. 2525). 1714 erschien ein großes Gebetbuch „aus Kosten und in der Druckerei 2) Uber die Verbreitung der Kabbala in Berlin und Franks, a. O. seit der Ansiedlung der vertriebenen Juden aus Wien (1671) und der Begründung der Druckereien in beiden Städten s. Landshuth, Loledotk ^N8ene Leuen» (über die Rabbiner Berlins von 1671—1800) Berlin 1884 (ist mir erst seit Kurzem zugänglich) S. 13, wo u. A. bemerkt wird, daß der im Jahre 1700 gedruckte Commentar zum Gebetbuch mit Psalmen 2c. (oben S. 379) wegen sabbatianischer Färbung verpönt wurde. 4) Über das Verhalten des Rabbiners Jechiel Michael gen. Chafid s. Landshuth a. a. O. S. 15; vgl. auch L. Geiger 1. e. II, 50.

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