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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 2 · p. Seite 191

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 2
Article
Mittheilungen über jüdische Interieurs zu Ende des siebzehnten Jahrhunderts
Date
1888-01-01
Page
Seite 191 (sequence 10)
Language
German
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Schnapper-Arndt, Jüdische Interieurs zu Ende des 17. Iahrh. 191 Unter dem Kleidervorrath kennzeichnen sich als spezifisch jüdisch u. a.: „1 Schabbesbrust mit silbernen Hafften", „Zehngebottmäntel", ein Sterbekleid. 114 Reichsthaler in neuen Trierischen und anderen Gulden befinden sich in einem leinenen Säcklein, „100 Thlr. weiß gold sollen sich in der Tochter verpitschirten Kisten befinden". Es ist möglich, daß Elkan zum Vogelgesang Silberwaaren vertrieben hat. Wir finden bei ihm silberne Gürtel, Becher, Kannen, Lavoirs, Teller, Schälchen, Lichtputzen, silberne Kapseln mit Bruch- und Puppensilber, Löffel, Messer, Gabeln (wenige, da letztere damals erst recht in Aufnahme gekommen), 2 große silberne Spiegel, die einem Grafen zugehören sollend) Hieran sei gleich angeschlossen ein Einblick in die reicheren Bestände an Silberwaaren und Pretiosen, die ein s. Z. öfters genannter Händler, Meher zur gelben Rosen hinterlassen hatte; dieselben waren u. a. von dessen Erben in einer Streitsache gegen einen anderen Frankfurter Juden als Caution vorgeschlagen, und demgemäß aus Dekret vom 17. bezw. 29. Okt. 1679 am 4. Nov. d. I. ausgezeichnet worden. Es werden aufgeführt: Ringe mit zus. 19 Diamanten, 1 böhmischen Diamanten, 11 Rubinen; 1 Türkisring, 1 Onhrring, 1 Ring mit Carneol, 1 Lilienring, Petfchirringe; zus. 30 Ringe. Dieselben liegen zum Theil in Ringkästchen und wiegen mit 4 Rosen, welche 9 Diamanten und 3 Rubinen enthalten, ferner mit einem Zahnstocher mit 4 Diamanten zus. 11 loth 1 quint. 2 Ringe, deren Gewicht nicht angegeben ist. 9 theils gefaßte, theils ungefaßte Diamanten; 27 Perlen; noch 1 loch 21/2 quint kleine Perlen in einem Schächtelchen. 1 große silberne Lampe ä. 11 Mark 15 loth, 1 dsgl. Lämpchen mit dem Zugehör 5 4 Mark 1 V2 loth, 2 dsgl. runde Leuchter Z. 22'/z loth zus. 5 silb. Salzfäßchen, wovon eines „vierfachigt" und 4 vergoldet. Zus. 29^/, loth. 3 Löffel, wovon 2 vergoldet 11 loth 3 q. „1 vergüldt Meßer, 4 dito gabeln wiegen zusammen mit der Klinge 14 loth 3 q.", „Meßer und Gabel vergult in 1 blau sammeten Scheide wiegt zusammen mit der Kling 5^ loth", 1 silbernes Messer Z. 4 loth 1 q. (mit Klinge) „mit Perlen gestuckre Mefferscheid" 3^ loth. 3 Schälchen, zwei davon 2 Mark 6 loth wiegend. 14 silberne, meist vergoldete Becher, theilweise mit Deckeln versehen (dabei ein Buckelbecher im Gewicht von 5 Mark 4 loth, 1 Bierbecher, mehrere Die 1694 im Hause Wohnenden verwalteten nach der Visit at. einem Elkan „so jetzt zu Würzburg wohnt seine Sachen, die meist in Wechsel bestehen". 2) Meyer zur gelben Rosen unterzeichnet 1662 als Baumeister ein Schriftstück worin erklärt wird, daß durch das Kais. Privil. (wonach die Juden wegen der Blutbeschuldigung nicht auf bloßes Anbringen hin gesänglich eingezogen werden sollen) der Jurisdiction der Obrigkeit nicht präjudieirt werden soll. (Schudt IV, 2, 400 f.) — Abraham z. g. R., bei dem die Effekten sich befinden, verschätzt 7000fl. (Beedebuch.) 13*

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