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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 1 · p. Seite 92

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 1
Article
Memorbücher
Date
1888-01-01
Page
Seite 92 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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94 Leopold Löwenstein, Memorbücher. starb 618 (1858). Zum Schluß werden 5 Vorbeter der Klausshna goge aufgezählt, von denen der letzte: R. Arje bar R. Jehuda, starb 619 1859. Endlich sei hier noch aus dem vierten der Fürther Memorbücher, dem schon oft angeführten der Ältschule, das Wichtigste mitgeteilt. — Dasselbe ist aus Pergament am Sorgfältigsten teils in Quadrat-, teils in Kurrentschrift geschrieben und enthält 943 Jiskor auf 130 Seiten; die Seitenzahl ist spätere Hinzufügung. Die Jiskor stimmen bis auf eine geringe Zahl mit jenen des Memorbuchs der Neuschule überein. Die Schrift zeigt, raß eine und dieselbe Hand in diesen Büchern die Einträge vollzogen hat. Der 14. Jiskor trägt schon das später beigefügte Datum (21. Tebet 352 — 1592) und bildet eigentlich den ersten für die Gemeinde, welche bis zum 1. Cheschwan 365 (1605) ihre Tedten in Schnait ach begrub. Das Verzeichnis der Marthrergemeinden ist gleich jenem des Memorbuchs der Neuschule (s. o.). Seite 33 nennt den hochgelehrten R. Abraham, Sohn des Vorstehers R. Salomen Schneior, der seine ganze Lebenszeit mit frommen Thaten verbrachte und in seinem Hause ein Bet hamidrasch errichtete, wo er allen Denjenigen, die in demselben studirten, aus eigener Tasche den Lebensunterhalt gewährte, wie er auch zu dessen immerwährender Erhaltung ein bedeutendes Kapital gestiftet; serner den alten und angesehenen Naftali Hirsch Gralsum (-Krailsheim) bar Gabriel, der sich stets mit Gastfreundschaft und sonstigen Liebeswerken beschäftigte und zu dessen ehrendem Andenken sein Sohn Gabriel in dem Vorhofe der Synagoge einen Brunnen errichten ließ. Seite 34 wird der gelehrte und berühmte Rabbiner Israel bar Jakob erwähnt, der zuerst hier in Fürth das Lehramt bekleidete, dann in Brody und in Pinsk, bis er schließlich nach Deutschland zurückkehrte und Rabbiner in Würzburg wurde, wo er in's Jenseits einging, nachdem er sich um die Gesammtheit viele Verdienste erworben; er starb in Heizfeld (s. o.) 440 (1680) und wurde mit großer Ehre in Wersche (Allersheim) begraben. Der reiche und vornehme R. Mosche bar Schimon Oppenheim, Vorsteher und Schtadlan der Pfalz, der überall helfend eintrat und sich wohlthätig erwies gegen Reiche und Arme; als er hierher nach Fürth kam, wurde er auch hier zum Gemeindevorsteher ernannt und stiftete für uns letztwillig eine goldene Lampe zur Beleuchtung vor der hl. Lade in der Altschule und ein-Kapital zur Beschaffung des nötigen Oels; er starb am 11. Aw 462 (1702) und wurde in Worms begraben. Der hochgelehrte, gottesfürchtige und bescheidene Rabbiner Cleasar bar Mordechai (Heilbrenn), der hier in Fürth und in mehreren polnischen Gemeinden Oberrabbiner war und viele Schü!er ausstellte. Seite 57 der gelehrte R. Israel, Sohn des heiligen R. Schaul Schlomoh Ulmo, der durch einen Büchsenschuß getödtet wurde, welcher durch den ganzen Körper drang, so daß er starb in heiliger Reinheit im Alter von 22 Jahren a. 489 (1729). S. 58 die gottesfürchtige und demütige Frau Gitel Rachel, Tochter des angesehenen Vorstehers Wolf, Gattin des Vorstehers Schloß, die an ihrem Hochzeitstage einen Baldachin für Trauungen stifteten; starb 491 (1731). Die fromme Frau Matel bas Josef, welche in ihrem Hause des Nachts von Räubern getödtet wurde a. 490 (1730). S. 61 die fromme

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