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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1887-01-01 · Heft 3 · p. Seite 246

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1887
Issue
Heft 3
Article
Die Konfiskation der hebräischen Schriften in Frankfurt a. M. in den Jahren 1509 und 1510
Date
1887-01-01
Page
Seite 246 (sequence 17)
Language
German
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246 Dr. I. Kracauer, Die Konfiskation der hebräischen Schriften in Frankfurt a. M. von Söldnerscharen waren ihm nur zum geringen Teil vergütet worden — mußte er sich in seiner Geldverlegenheit entschließen, seine Kleinodien bei den Frankfurter Juden zu versetzen. Bereits anfangs 1509 war deren Verfallzeit eingetreten; nur den Bemühungen des Kaisers hatte es Erich zu verdanken, daß die Juden sie nicht veräußerten.') Die Verhandlungen hierüber zwischen den Frankfurter Juden und dem Herzog hatten sich bis in das Frühjahr 1510 hingezogen; derselbe war noch immer nicht in der Lage, seinen Verpflichtungen nachzukommen, und wandte sich um weitere Vermittlung in dieser Sache an den Kaiser. Doch auch die Juden hatten zu demselben eine Deputation nach Augsburg gesandt, um endlich die Erlaubnis zu freier Verfügung über die Kleinodien zu erlangen. Bei den Verpflichtungen, die der Kaiser gegen Erich hatte, wollte er sich ihm möglichst gefällig erweisen, selbst wenn er Opfer bringen mußte. Zunächst ließ er die Deputation der Gläubiger, wie oft sie auch Audienz von ihm begehrten, nicht vor. 2) Endlich, als er die Angelegenheit Erichs nicht länger hinausschieben konnte, wies er einen seiner Räte, Namens Kirchenmüller an, in Unterhandlungen mit den Juden zu treten. Dieselben sollte er aber mit des Kaisers ausdrücklicher Erklärung eröffnen, daß letzterer die Bücherangelegenheit von der Pfandsache nicht trennen würde. Wollten die Inden dem Herzog noch ein Jahr lang die Pfänder prolongieren, so wäre der Kaiser nicht abgeneigt, ihnen bezüglich ihrer Schriften einen günstigen Bescheid zu erteilen. ") Doch die Juden trugen anfangs Bedenken, aus Maximilians Anerbieten einzugehen, wenn er ihnen nicht für den Herzog Garantie leiste. Noch bis zum 3. Mai dauerte das Widerstreben der Juden. An diesem Tage berichtet Hinsperg dem Rate, daß das Erscheinen des Herzogs auf dem Reichstage erwartet würde. Hinsperg sieht in ihm den einzigen, der die Sache der Juden zu einem glücklichen Ausgang bringen könnet) Bald darauf kehrte Hinsperg nach seiner Vaterstadt zurück. ^) Endlich gaben die Juden nach. Sie verlängerten dem Herzog die Zahlungsfrist auf ein Jahr;^) ob der Kaiser Garantie für ihn geleistet, ') S. Reichssachen Nr. 7650^ am 10. Januar 1509 und 7650am 2. März: Maximilian schreibt an den Frankfurter Rat: er hätte erfahren, die Juden wollten des Herzogs Kleinodien veräußern; der Rat möge ihnen dies verbieten, sie sollten sich noch einige Zeit gedulden. -) Hinsperg schreibt am 22. April (Reichstagsakt. toi. 86): anok äer^näen naiver nersoK «lerere fErich) von Lrnnenss s^iA6S2 (— Braunschweig) nalder konäen anon in kein ^eZen vernort werden vnä li^en sen^erlien nie vnd vereseren nie ^es2 sie Kaden, KIsZen sie mir deZIien. 3) S. Reichstagsakten kol. 61 Anhang . . . Hinsperg schreibt: nat er (so. Maximilian) Zern^et, äas man die xanäe mit äem neresoZen (Lrion) las? au. stnen ein ^ar lavA so ^ills man ein Anten desoneit Zeven. 4) Er schreibt am 3. Mai s. Reichstagsakt. kol. 83: Lost vermerke ion nients sonäerliones 6an ien nor saZen, ner<Z20A Drien von Brünes?: s^viZ kom anon Zein ^.nZstnporA — ... äass er äen Fnäen neigen möge, das sie nen^ve» dornen moZen — Losten naden sie kein noln" moZen naosn. s) Am 26. Mai trifft er daselbst ein; s. Lr^md. 1510 kol. 82. 6) Siehe Lr^md. 1510 toi. 21» ieria Hninta xost kiliani (12. <snli): äie Komisene kevserlione maiestat v. aller ZneZ.iZstsr nerre sonridt äer pkaväs

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