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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1887-01-01 · Heft 2 · p. Seite 202

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1887
Issue
Heft 2
Article
[Ohne Titel] / L. G.
Date
1887-01-01
Page
Seite 202 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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202 Nachrichten. Die Geschichte der Juden in Dresden behandelt eingehend und zum Theil auf Grund ungedruckter Quellen O. Richter, Bersassungsgeschichte der Stadt Dresden (Dresden 1885) S. 226 ff. Die erste urkundliche Erwähnung Dresdener Juden datirt danach erst aus dem Jahre 1375, die Synagoge wird 1377 zuerst erwähnt. 1411 erfolgt eine Beraubung, 1430 die Vertreibung der Juden, deren Zahl übrigens nicht beträchtlich war, da das Geschoß-Register von 1429 nur sechs jüdische Haushaltungs-Vorstände nennt. Danach nahmen erst 1468 Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht wieder einen jüdischen Wundarzt, Meister Baruch, mit seiner Familie in die Stadt auf, der mit einer nicht unbeträchtlichen Besoldung und großen Vorrechten ausgestattet wurde. Im 16. Jahrhundert werden Juden in Dresden nur ganz vereinzelt erwähnt, im 17. war ihnen der Aufenthalt in der Stadt nur zur Zeit der Jahrmärkte gestattet. Erst im 18. Jahrhundert wurde eine neue jüdische Gemeinde in Dresden begründet, deren Anfänge ein Nachkomme des Gründers in einer eigenen fleißig und sorgfältig gearbeiteten Schrift: Emil Lehmann, der polnische Resident Berend Lehmann, der Stammvater der israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden (Dresden und Leipzig 1885) dargestellt hat. Die Schwierigkeiten und Kämpfe, welche der Begründer der Gemeinde auch nach dem 1708 für ihn ausgestellten Schutzbrief zu bestehen hatte (erst 1715 gelang die Erwerbung des Begräbnißplatzes) erklären sich aus der Eifersucht, mit welcher man bis dahin der Niederlassung von Juden in Dresden aus geschäftlichen und religiösen Gründen entgegengetreten war. Im Neuen Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde XI, 625 beschreibt vr. Widmann eine Wiesbadener Handschrift des 15. Jahrhunderts, welche ein OomxenäiniQ xsr moäuni äMoFi Lnter inüeura et elerloum eontenti enthält. Das Oomxsnäiura schließt: äe Oonraäi ekriZtiavi at^ue iuäei eertainine pro äslire eeeitatis ae xerüäisLiine inäeorura insanis eraäieatwne oxuseuluin exMeit Lelieiter. In den Mittheilungen des Instituts für österreich. Geschichtsforsch. VII, 248 veröffentlicht F. v. Krones historische Aufzeichnungen aus Wien, darunter eine Notiz über den Brand und die Plünderung des Judenquartiers 5. Nov. 1406. Ebendaselbst VII, 253 beschreibt derselbe eine Münchener Handschrist, die einen Auszug der sog. Hagenschen Chronik von Oesterreich und darin sagenhaste Nachrichten über eine älteste jüdische Ansiedelung in Oesterreich im Jahre 860 nach der Sintfluth enthält. Im Druck bei Pez fehlen diese Nachrichten. H. B. Mit Bezug auf die Birkenthal'sche Sammlung (Hest l, S. 106 fg.) erhalte ich von Herrn vr. Lehmann in Mainz folgende Mittheilung: „Die Sammlung befindet sich vollständig in meinem Besitze. L. hatte sie

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