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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1887-01-01 · Heft 2 · p. Seite 133

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1887
Issue
Heft 2
Article
Briefe von, an und über Mendelssohn
Date
1887-01-01
Page
Seite 133 (sequence 25)
Language
German
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Richard Maria Werner, Nicolai und feine Freunde über Mendelssohn. 1ZZ meinem Namen so oft Sie ihn sehen und sprechen, Morgens, Mittags und Abends —" Der Kuriosität halber sei zum Schlüsse aus einem Briefe Lavaters an Nicolai eine Stelle citirt; Nicolai interessirte sich damals lebhaft für Physiognomik und ging bei Lavater geradezu in die Schule, holte seinen Rath ein und machte zur Probe verschiedene Analysen. Am 19. Februar 1774 schreibt nun Lavater, da Nicolai sür das große physiognomische Werk Contrastirung der Physiognomien gewünscht hatte: „Moses Mendelssohns Schatten im Kleinen — vis-ü.-vis Ihres Königs Schatten im Kleinen — müßen Sie einmal sehen — da spricht die Gräntzlinie der Physiognomie — Es ist kein Mensch, der in Moses nicht den Denker und den Mann „der nicht zum Athleten geboren ist" schon aus diesem Profile sehen würde — und im Profil ihres Königes (welches jedoch nur aus Chodowiecki abstrahirt ist) wird jedermann den größten athleten U — und das Gegentheil von dem sehen, was Sie mir von Moses Mendelssohn sagen". In dem Streite zwischen Lavater und Mendelssohn war Nicolai als Verleger der buchhändlerische Vermittler. Die Correspondenz zwischen ihm und Lavater hat sich zum Theil erhalten; das Manuscript der „Antwort" begleitete folgender Zettel: NL. an HE. Nicolai. Dieser Brief wird genau, wie das Schreiben des Herren Moses gedrukt. Man bittet sehr, durchaus die beßte Genauigkeit Zubeobachten. Aus der ersten reitenden Post sollen nach der Vollendung des Druckes gesandt werden Zwey Exemplare dem HE. voetor Zimmermann in Hannover. Eins an Herren ReseWitz in Copenhagen. Eins an Herren Zollikofer in Leipzig. Eins an Herren Basedow in Altona. Eins an Herren Altdorfer von Schaffhausen in G'öttingen. Eins an Herren Abt Jerusalem in Braunschweig. Eins auf Zürich an Diacon Lavater. abgegeben werden sogleich Zwölfe an Herren Moses. Sechse an Herren Spalding. Zwey an HE. Lüdke in Berlin. In die Schweiz werden keine Exemplare gesandt, weil ich Sie so gleich für mein Vaterland werde abdrucken lassen. Zürich d. 14. Febr. 1770. I. C. Lavater. Darauf antwortet dann Nicolai „Hrn. Pred. Lavater in Zürich" Berlin d. 10ten Märtz 1770: „Zu Ew. Hochehrwürden Antwort an Hr. Moses hat Herr Moses, die anbev Lud L.. liegende Nacherinnerungen aufgesetzt, daß sie zugleich mit der Antwort sollen abgedruckt werden. Da Hr. O. C. R. Spalding und Hr. Prediger Lüdke hierwieder nichts einzuwenden hatten, so ward vorigen Dienstag beydes in die Druckerey gegeben, und das Schreiben war behnahe gantz

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