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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1937-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 184

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1937
Issue
Heft 2-3
Article
Die Münchener Judenbeschreibung von 1804
Date
1937-01-01
Page
Seite 184 (sequence 5)
Language
German
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Werner Cahnmann. Die Münchener Jadenbeschreibung: von 1804 Uebertrag 4L Gruppe II Altwarenhandel............2 Altwarenplus Uhren- und Galanteriehandel. . 5 Galanteriehandel............2 Insgesamt.............. 9 Gruppe III Handel mit landwirtschaftlichen Produkten . . 5 Handel mit landwirtschaftlichen Produkten und Textilien.............1 Handel mit Gütern und Grundstücken .... 2 Insgesamt.............. 8 Gruppe IV Pottasche-Fabrikation.......... 4 Lederhandel und Lederfabrikation..... 3 Textilien............... 1 Eisenhandel.............. 1 Graveur............... 2 Schächter und Koch.......... 2 Näherin und Krankenpflegerin....... 3 Insgesamt.............. 16 Gruppe V Schuldeneinfordern...........7 Ohne Geschäfte............7 Ohne Angabe »............4 Insgesamt.............. 18 Gruppe VI Rabbiner, Lehrer, Privatgelehrte...... 4 Kammerdiener und Gesandschaftsdiener ... 2 Insgesamt.............. _6 Zusammen I—VI............ 98 Beinahe die Hälfte der Münchener Juden von 1804, nämlich 41 Personen, befaßt sich mit Geldgeschäften aller Art und in Verbindung damit mit Münzen- und Juwelenhandel sowie anderen verwandten Geschäftszweigen8). Dagegen ist der Altwarenhandel nicht besonders häufig und der Handel mit Textilien beinahe gar nicht vertreten. Größere Bedeutung hat nur noch der Handel mit landwirtschaftlichen Produkten und mit Gütern. Diese Gruppe umfaßt zwar in unserer Tabelle nur 8 Personen; wenn man ihr aber die vorletzte Untergruppe von I, in der ebenfalls Handel mit Gütern und landwirtschaftlichen Produkten in Kombination mit Geldwechselgeschäften enthalten ist, zuzählt, umfaßt sie 16 Personen9). Diese 8) Arthur Cohen a. a. O. zitiert die Eingabe der „gesamten Zunft der verbürgerten Handelsleute und Krämer in München" an die Landesregierung, in welcher die überwiegende Befassung der Münchener Juden mit Geldgeschäften, Sorten- und Münzenhandel als schädlich bezeichnet wird. 9) Die kombinierten Geschäfte sind die für die unzünftige Handelsbetätigung der Juden in jener Zeit besonders charakteristischen. So handelt beispielsweise Bernhard Israel aus Treuchtlingen „mit Bijouterie und Galanterie-Waren, machte auch Lieferungen zu den Subsidien und gab sich mit Güterzertrümmerungsgeschäften ab'*, Josua Isack aus Hüttenbach „handelt mit Uhren, leihet Geld aus und hat sich zur Ochsenlieferung gebrauchen lassen". Für diese Kategorie 184

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