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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1937-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 105

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1937
Issue
Heft 2-3
Article
Briefe von Mannheimer Juden aus den Jahren 1695 bis 1697
Date
1937-01-01
Page
Seite 105 (sequence 8)
Language
German
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Berthold Rosenthal. Briefe von Mannheimer Juden aus den Jahren 1695 bis 1697 Brief III. Derselbe an denselben in Neu-Mannheim. Eberbach, den 9. Noverabris 1695. Monsieur Salut! Insonderß hochgeehrter Herr Stattschreiber! Jetzo d. H. nichß sonderlich zu berichten, alß dieweil ich die vorgangene Woch bey d. H. zu Neymanheim bin geweßen und d. H. hart mihr underschitliche Sachen erzelt und in Specie, daß die Juckten Davit Levy und Leb Hayurn netten von Ihme die vorgangene Fforter Herbstmeß genohmen dreyundzwantzig manheimer Judenfreyschein und der H. hette noch biß dato kein Gelt davor enpfangen und wehren auch etliche Juden, die wolten gern Ihro freyschein haben. Also bin ich den 4. Novembris nacher Haus komen und den 7. dito nacher Moßbach an David Levy geschrieben und alle Umbstänth bericht, also hart mihr der Davit Levy wieder mit dem Potten zugeschrieben wie volget dieseß: Erstlich hat David Levy mit dem Low Hayum von d. H. enpfangen 23 Freyschein und d. H. a conto zahlt 12 fl. Item wegen gemeiner Judenschafft hin und her, wie d. H. zum theil auch bewust ist, Costen gehabt haben und at Interum ein jeder Schutzjud 1 fl. auffgeschlagen, also hatt mihr der David Levy wiederumb zugeschickth d. H. zu ubersenden noch sieben Freyschein, welche zugehörig seien Abraham Hertz v: mann: Low Polack auch v. manh: Nathan Bobenhausen v. Ladenberg Zacharias L5b v: Ladenberg Zattock von Schrießheim Lazarus Elekan Isack Neckersolm. Von denen 7 Freyschein werthe d. H. auch einziehen von ein jeder 1 fl., wie mihr und auch andere das gleiche bezahlt haben. Nun gebührth d. H. noch an dennen Freyscheinen vienff Gulden und übersenden d. H. auch vor sein Mühevorwaltung 1 fl 30X, dieweil d. H. allezeit wegen der gemeine Judenschafft gehabt hatt und noch [hat]. So hatt d. H. 7 Freyschein benneben 6 fl 30x zu empfangen; vormeinen werth also richtig sein. Nun aber, welche Schutzjuden, welche Ihre Freyschein noch bey d. H. liegen haben, werth d. H. so guth sein und auch von einem jedlichen 1 fl. abnehmen außerhalb den gantz armen nemblich Hayum Eßingen Monnachem Seligman Reinganheim oder Lorsch vor dießmahl vorschonnen und dan alle den anderen Schutzjuden andeitten, das dießeß Gelt vor die gesämtliche Judenschafft zum besten angewenth ist Worten, und Davit Levy und Leb Hayum die commente Fforter Ostermeß, gelieb eß Gott, werten Rechenung darüber thun. Die übrige Gulden, welche d. H. noch über die gemelte sieben gülden wegen dennen Freyschein werth gebühreth einnehmen, soll d. H. so guth sein und selbige bey sich zu halten; biß zu dennen ersten Zusamenkunfft soll eß in allem Richtickeith geschehen, d. H. werthe kein Schaden dabey tragen wie billich. Und haben zu bitten, d. H. werthe noch ferner, wie alle zeith, auff Unsere armme Judenschafft obsicht tragen. Mir wollen desgleichen d. H. auch nicht in Vergeßung stellen. Hab zu bitten im nahmen Davit Levy und Leb Hayum, wiederum Ihro Oblication wegen dem H. gegebenen über dennen Freyschein mit diesem expreßen Potten beneben ein pahr Zeillen zu beantworten, ob d. H. nun biß dato in allem zufrieden sey. Hingegen vorbleiben mihr inßgesamt d. H. seine Diener wie allezeit getrey zu vorbleiben. So eß auff des H. seine beantwortung wegen deß an- 105

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