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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1936-01-01 · Heft 4 · p. Seite 202

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1936
Issue
Heft 4
Article
Zur Geschichte der Juden in Zürich im 15. Jahrhundert
Date
1936-01-01
Page
Seite 202 (sequence 5)
Language
German
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Heymann Chone. Zur Geschichte der Juden in Zürich im 15. Jahrhundert Unter den jetzt folgenden Ausgaben, die einer genaueren Prüfung wert wären, um die Kaufkraft des damaligen Geldes festzustellen, heißt es: ich gäbe Petern schribern 1 gülden zu zerung gen Zürich mit den Juden zu reiten — das sind die Delegierten, Rabbi Josef von Schlettstadt und der Konstanzer Bürger Lazarus. Item wir verzerten von Zürich bis gen Basel 13 behemisch und gab 1 gülden zu furlon uff dem wasser, den bezalt meister Josep; ich was zu Basel von der Juden Feiertags wegen ein ganzen tag. S. 11 b heißt es unter der Überschrift Czurich: Item zu dem ersten do kam ich gen Czwrich und Josep Jude Rabi zu Sletzstat und Lazarus von Costentz Jude und teidingten an dem Montag, dinstag bis uff die mitwochen nach mitterfasten, und die Juden doselbst zu Czurich sollen geben 200 gülden und die bezalen uff die nechtskunffügen ostern gen Costentz, meins hern von Weinsberg Schreiber Petro von Dyeppurg, und der sol sie quyttiren umb solich gelt; item der 200 gülden ist nit me gefallen dann 138 gülden. Eytgenossen. Item die ander Judischeit bey den Eydgenossen und doumb wonhafftigen, die sollen geben 300 gülden, und zu dem hot geschickt meister Josep obgenanter Raffaheln, sein swesterman, einzusammen und zu antworten gen Costentz Petro obgenanten oder gen Basel Hanman Offenburger, und welchem es geantwortet wirdt, der sol dorumbe quyttiren von meines hern von Weinsberg wegen; item do ist noch nichts gefallen. Item der obgeschribenen sache, das sie also geschehen und gehandelt worden sein, hon ich mir meister Josep obgenanten heißen geben des gleich einen zetel in Judisch schrifft, der eingestoßen ist in diß buchlein, dorüber ich mein namen geschriben hon recht als hie Meinwart. Dieser Zettel ist ein besonderes Blatt in BüttenDapier mit hebräischer (Raschi) Schrift: '•-t mKö 's -pb -p-nsdtctti oy wnT£r. 1202er; 't xssavnpz, B-arpn -ct ."im "bz mnan «XMSüpb nms rrbi nwa wi* p-nr k^si p-rc-n ay wawrt nnar ■wp ntrs 12020:1 a: M) -nprK "ta ssworipb -pn ims an oa irfcwj, onar ozarb bssn 'th '-a nbiw Der 3. Abschnitt bezieht sich auf die Steuerfestsetzung für das Elsaß. Unterschrieben ist der Akt: .m**isrt spr c*w -) Von der Bezahlung melden folgende Einträge23): Item zu dem ersten sollen die Juden zu Costentz, Überlingen, Raffensburg, Sant Gallen und Arben geben 500 gülden; item die haben bezalt und sollen die fryhung (Privilegienbrief des Papstes vom König bestätigt) haben. Item Czurich, Berne, weißen Neuenburg, Sollotern, Fryburg in Uochtlant, was in der Eydgenossenschaft und in dem Ergew ist, die sollen geben 500 gülden24). 21) „Betreffs der Privilegien, die in Costentz erteilt worden sind, sind wir ich und Lazarus mit den Juden in Zürich um die Summe von 200 gülden übereingekommen, die wir bald ohne Zögern nach Costentz schicken werden. Auch sind wir übereingekommen, daß die Bewohner der eidgenössischen Provinz mit Friburk und Neuburk 300 Gulden geben sollen; ich schickte meinen Schwager Raffael Baiin, um mit ihnen zu teidingen. Auch sie sollen diese Summe ohne Zögern nach Costentz schicken." 22) Josef Treves. So wäre auch R. Josef Schlettstadt aus der berühmten Familie Treves. 23) Oehr. E 58 a, S. 4 b ff. 24) Oehr. E 58 e, S. 1, sind dieselben Einträge; hier heißt es aber 600 gülden und dahinter in anderer Schrift: die Juden zu Zürich gaben des gelts 200 gülden uf ostern. Oehr. E 58 e, S. 1, unter Innemen (das sind die Einnahmen des Hofschreibers Peter von Dieppurg in Konstanz): von der Judescheit fryheit wegen: Item von den von Zürich 138 gülden. 202

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