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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1936-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 171

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1936
Issue
Heft 2-3
Article
Die Konzession zur Errichtung der orientalischen Buchdruckerei und Buchhandlung in Berlin 1784
Date
1936-01-01
Page
Seite 171 (sequence 4)
Language
German
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und gegeben zu Berlin den 3ten Februarij 1784. [Papiersiegel] Friderich. Münchhausen. Werder. Conceßion zur Anlegung einer Buchdruckerey und Buchhandlung in orientalischen Sprachen für die etablirte jüdische Frey-Schule alhier". Den Antragstellern ging die Originalurkunde mit Schreiben des Gemeraldirektoriums vom 17. Februar zu. Ganz umsonst war die Ausfertigung nicht. Auf ein Gesuch der Schuldirektoren vom 15. März wurde die an die Chargenkasse zu zahlende Steuer von 50 RtL für die Konzession „zu Anlegung einer orientalischen Buchdruckerei und Buchhandlung" erlassen', da die Schule „eine nützliche milde Stiftung" sei. Dagegen mußte die verlangte Kanzleigebühr bezahlt werden. Briefe von David Friedlander1). Mitgeteilt von Max Grunwald. I. David Friedländer2) an seinen Sohn. „Was in einer trüben Stunde ich unserm Halle3) nachempfindend niedergeschrieben, schicke ich Dir, mein lieber Sohn. Ist der Ausdruck nicht schön und gewählt, so ist er doch wahr und einfach. Wenn die zum Grabmahl bestimmte Inschrift Dir auch nur nicht mißfällt, so gieb sie ab. Den 13. März 1805 Friedländer." II. David Friedländer an Bernhard Beer. „Berlin, den 5. Mai 1832. Ew. Wohlgebohren gefälliges Schreiben vom 18. v. M. nebst den Beylagen hat mir der Herr Dr. Pinner4) bey seiner Rückkehr von Halle abgegeben, und mich damit sehr!) Die hier abgedruckten Briefe stammen aus dem Nachlaß von Dr. Josef S. Bloch. 2) Ober die Familie vgL den 1913 in Königsberg erschienenen Privatdruck. 3) Ahron ben Wolf H., genannt Wolfsohn (1754—1835), der bekannte Mitarbeiter an Moses Mendelssohns Bibelübersetzung, Prof essor an der Breslauer Wilhelmsschule; zu seinem „AbtaHon" schrieb Friedländer die Vorrede, vgl. Jewish EncycL s. v. *) Ephraim Moses b. Alexander Pinner (1800—1886), besonders als Übersetzer des Talmudtraktates „Berachoth" bekannt (Jew. Enc). erfreut. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit, sowie die schöne Gabe. Jede Huldigung, die meines weisen Lehrers Andenken gebracht wird, jede Anerkennung von Mendelssohns5) Verdienst um die Menschheit uno vorzüglich um seine Religionsgenossen; jede heilsame Wirkung seiner Lehren, besonders für seine Mitbrüder, kann nicht anders als erfreulich, beruhigend und die schönsten Hoffnungen für die Zukunft erweckend seyn. Alles, was mich an diesen Weisen erinnert, der als Mensch weit seltener, weit ehrwürdiger, weit verehrenswerter war, als der eigentliche Gelehrte, erweckt in mir die Gefühle der höchsten Dankbarkeit gegen die Vorsehung, daß meine Tage in den seinigen fielen, und er mir Lehrer und Freund ward. Sie können daraus schließen, wie willkommen mir die Nachricht seiner Seelen-Feier war, die ohne dies noch eine wohltätige Stiftung ins Leben rief, die ganz nach seinem Sinne war. Mit wiederholtem Dank versichere ich Sie meiner Achtung und Ergebenheit Ew. Wohlgeboren dienstfreundlicher Friedländer. An Herrn Bernhard Beer Wohlgeb. nach Dresden." Dankbrief Salomon Rothschilds an die Vertreter der Israeliten Wiens für den Glückwunsch zur Verleihung des Wiener Bürgerrechtes 1843*). Von Max Grunwald. „An die hochwohlg. Vertreter der Israeliten in Wien! Verehrteste Herren Vertreter! Ihr freundschaftliches Wohlwollen, die aufrichtig mir neuerdings bewiesene An- 5) Ein Brief Mendelssohns im Wiener jüdischen Museum ist in den Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde 1915, S. 70, abgedruckt. *) Vgl. Corti, Das Haus Rothschild in der Zeit seiner Blüte, S. 247; daselbst sind besonders die Bemühungen der Rothschilds um die Verbesserung der Lage ihrer Glaubensgenossen zu beachten, die auch in diesem Briefe berührt werden. Im Archiv der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde konnte ich darüber nichts ermitteln. Der Brief fand sich im Nachlaß von Dr. J. 'S. Bloch. Wie ich nachträglich sehe, hat er von ihm in seiner „österreichischen Wochenschrift" 1911, S. 123, Gebrauch gemacht. Als Ergänzung des Cortischen Werkes scheint er aber wert, hier vollständig wiedergegeben zu werden. 171

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