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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 12

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1936
Issue
Heft 1
Article
Zur Geschichte der Juden in Konstanz
Date
1936-01-01
Page
Seite 12 (sequence 10)
Language
German
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Heymann Chone. Zur Geschichte der Juden in Konstanz wihnachten, darnach an schaden nemen, ingesetzt sin hus und hoff statt genant Ramungs hoff, daz vordere stost hinan an die schul, vornan ainhalb an H. Wechsters stal, ist zinss aigen, gat darob 5 Pfund Pfennig geltz Ulrich Schätzen, mags angritfen, sigelt Aman tertia post Udalrici". 10.6.1427, S. 27/: „Kirssman Jud bekent Jn (den im vorhergehenden Eintrag genannten Albrecht Koffer) von der obgeschribenen schuld zu lösen, Jngesetzt sin rechten des huses und hoffstatt Jm Ramungs hoff gelegen, daruff der Juden schul jetzo stat und darzu sin hultzin hus und hoffstatt ze nächst daran gelegen, die aigen sind, gat ab den zwain husern und der 6 Pfund Pfennig der Ehingerinen, sust stand die zwai huser (hier folgen diese durchgestrichenen Worte: och 80 Gulden Jakob Juden sin bruder und Bouman Juden) mit namen daz erst Jakob Juden sin bruder 50 Gulden und Bouman Juden daz hultzin 30 Gulden, denen diss unverschaidenlich sin sol. mags angriffen und sich selb lösen, sigelt Aman". Im Ramungshot besitzt auch Isaak ein Haus, das an die Synagoge grenzt. „Isaak Jud tenetur Conrat Schuchtzer 14 Rheinische Gulden umb gewana, bezalen uff wihnachten, Jngesetzt sin hus und hoffstatt Jn Ramungs hoff, stost an der Juden Schul für aigen, gat darab der Schätzinen 4 Pfund Pfennig ewigs geltz, mags angriffen, sigelt Aman, actum sexta post Jacobi" (S. 364 v. 30.7.1428). 12.10. 1428 verkauft Kirssman das hölzerne Haus um 43 Gulden seinem Schwiegersohn Gabryel: „Kirssman Jud burger hat zu kouffen geben Gabryelen Juden sim tochterman sin hus und hoffstatt in dem Schulhoff gelegen, daz hultzin, stost ainhalb an H. Wechslers Stock, ändert allenthalb an Schulhoff, ist aigen, gat nut darab denn der Ehingerinen stat es mit anderen husern umb 6 Pfund Pfennig, die sich Jm ob dem delben hus jarlich gespürent zu geben 3 Pfund Heller, doch der Ehingerinen an ihren rechten an scnaden. item er sol och recht haben nach sin vorderung zu gand über die privat in sinem hus under Schul. Der Kouf ist beschehen um 43 Rhein. Gulden, er sol in och mit namen gegen Bouman Juden umb 30 Gulden, darumb Jm daz obgenannt huis versetzt ist an sin schaden entrichten, item wenn aber von nu Galli über 3 Jar hinkoment, wenn im denn Kirssman Jud die 43 Gulden in zwai monaten den nechsten darnach bezalt, so sol er Jm daz hus widerumb zu lösen geben und für sich rumen, doch daz er Jn umb die 30 Gulden gegen Bouman Juden selber entrichten sol als vor; wär aber daz er es in dem zit nit loste, so sol der kouf ain ewiger kouf sin und sol denn Kirssman Gabryeln 10 Gulden geben, wenn er die nit enbern wil. sigelt Aman, actum tertia ante Galli" (A.G.B. S.378). Über alle Häuser der Judengasse ragt aber dasjenige hervor, das am 3.9. 1427 Abraham von St. Gallen von den Geschlechtern kaufte, die alte Katze (die heutige Schmiede in der Münzgasse Nr. 21). Der Eintrag lautet (S. 293): „illa die vertigte Jo Friburger und Jo Appentegger anstatt der geschlächten Abraham Juden von St. Gallen Burger Jr hus und hoffstatt, daz man untzher genempt hat zu der Katzen an Blaicher stad gelegen zwischent H. Wechslers stallung und Peter Brunners hus, stost hinan an C. Fundeis hus, ist aigen, gant nut darab, der kouf ist beschehen umb 300 Gulden, laut (läßt) ain tail stan, sigelt aman und sy beid." „Item er tenetur Jn by dem selben hus 200 rin. gülden, sol Jren custafeln jarlich davon geben 10 rin. gülden uff die vier Tempervasten im jar uf jeglich 3 Gulden und ze wihnachten anvahent, ... ob man den zinss nit gäb, an schaden nemen, Jn bekumbern und das hus angriffen und wer den brief mit Jren willen innhat___ mag lösen, von jeglichem zil an zinss. sigelt aman31)." Die Katze war das Zunfthaus der Geschlechter. 1424 kaufte die Gesellschaft zur Katze vom Domkapitel ein Grundstück hinter Stefan, sammelte von da an regelmäßige Beiträge ihrer Mitglieder zum Bau des neuen Hauses; das wurde die Katze in der Katzgasse Nr. 3, das heutige Archivgebäude. 31) Die Kaufurkunde selber ist im Stadtarchiv Konstanz erhalten, sie folgt im Anhang III. 12

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