Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1935
- Issue
- Heft 2-3
- Article
- Beziehungen zwischen der Wormser und der Mannheimer Judenschaft
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 4)
- Language
- German
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B. Rosenthal. Beziehungen zwischen der Wormser und der Mannheimer Judenschaft gelegenheiteil Wormser Juden nach Mannheim. Die Ratsprotokolle dieser Stadt erwähnen in der Zeit von 1663—1686: Löw z. kalten Bad, Männlein, Gottschalk, Jakob z. Springbrunnen, Bär und Nathan Oppenheimer. Letzterer war wohl der erste Gemahl von Fromet Brilin, die später Gattin des kaiserlichen Oberhofiaktors Samson Wertheimer wurde. Dieser selbst wird als Simson z. goldenen Ahnentafel des kaiserlichen Oberhoffaktors Samuel Oppenheimer f I s ocs ÜSPfe o OiÜ: O3 g rs tä |I| Josef (Juda) Löb Oppenheimer A 1655 Frankfurt a. M. Fromet Ballin * Worms A 1649 Frankfurt a. M. Samuel z. Drachen Frankfurt a. M. A vor 1638 Hindel Frankfurt a. M. A 1643 Simon Wolf Oppenheimer A 1664 Worms Edel Drach * Frankfurt a. M. A 1668 Worms Die eingeklamtnerten Namen sind nicht ganz znveriässig. Samuel Oppenheimer *1630 Frankfurt a.M. A 1703 Wien Roß genannt, und zwar anläßlich einer mit seinem Mannheimer Schwager Samuel Hammelburg gemeinsam übernommenen Lieferung wollener Decken an die kaiserlichen Truppen. Mit den Namen Oppenheimer und Wertheimer wurden zwei eng miteinander verbundene jüdische Patriziergeschlechter erwähnt, die aus Worms hervorgingen und den Ruhm ihrer Heimat für alle Zeiten mehrten. Auch auf Mannheim fiel durch die Beziehungen, die beide Familien dahin unterhielten, ein Strahl dieses Glanzes. Der erste namentlich bekannte Mannheimer Rabbiner, Isaak Brilin, hatte um 1650 in Worms gelebt, wo seih Vater Elieser Sussmann das Rabbinat innehatte11). Dort hatte Isaak in 1X) Kaufmann a. a. O., S. 36 u. 39 f. 195