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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1932-01-01 · Heft 1 · p. Seite 43

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1932
Issue
Heft 1
Article
Die Judenfrage auf den Posener Provinziallandtagen von 1827 und 1845
Date
1932-01-01
Page
Seite 43 (sequence 14)
Language
German
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Manfred Laubert. Die Judenfrage auf den Posener ProvinziaUandtagen von 1827 und 1845 ganz familienweise wohnten im Posenschen 5259 Juden von 60 750 im Staat und in Gemeinden von mindestens 100 Mitgliedern in Posen von 1000 Juden 934, im Staat 705. Angeschlossen waren Untersuchungen über den sozialen und wirtschaftlichen Stand innerhalb der Judenschaft. Einen selbständigen Geschäftsbetrieb hatten in Posen 23 528, im Staat 62185 oder von 1000 302. Als Aerzte, Lehrer, Beflissene von Kunst und Wissenschaft oder in Kommunalämtern tätig waren 1843 in Posen 333 (1846: 377), von 1000 selbständigen 14 (16), in Schlesien 270 (255) oder 30 (27), in Brandenburg 557 (382) oder 88 (67), womit das Maximum erreicht war, in Pommern 73 (76) oder 36 (35), in Ostpreußen 33 (55), in Westpreußen 108 (129), im Staat 1666 (1610) oder 27 (26). Von eigenem Kapital oder Pensionen lebten in Posen in den beiden Stichjahren 151 und 249 oder 7 und 10, was das Minimum darstellte, doch ist die steigende Tendenz erkennbar, in Schlesien 271 (321) oder 30 (34), in Ostpreußen 98 (138) oder 53 (66), in Westpreußen je 72 oder 12, in Brandenburg 823 (485) oder 130 (85), in Westfalen 57 (54), im Rheinland 132 (163), in Sachsen 46 (66), im Staat 1687 (1603) oder 27 (26). Brandenburg stellte die Höchstzahl. Im Handelsbetrieb waren tätig a) selbständig in Posen 7393 (7334) oder 314 (305), in Schlesien 3255 (3460) oder 358 (370), in Westpreußen 1768 (1861) oder 300 (316), in Brandenburg 2313 (2404) oder 365 (424), in Pommern 1034 (1146) oder 505 (530), im Staat 21739 (22 397) oder 350 (358). Hier stand Pommern an der Spitze, während hinter Posen nur Westpreußen rangierte; b) als Gehilfen in Posen 677 (811) oder 29 (34), in Schlesien 994 (865) oder 109 (92), in Brandenburg 997 (822), in Ostpreußen 389 (434) oder 212 (216), im Staat 5029 oder 81 (79). Ostpreußen hatte dabei einen großen Vorsprung, Posen füllte bei weitem die letzte Stelle. Als Gast- und Schankwirte waren tätig in Polen 1141 (1045) oder 48 (44), in Schlesien mit dem Maximum 1150 (1082) oder 126 (115), in Sachsen mit dem Minimum 3 (6) oder 2 (4), in Westpreußen 322 (307) oder 55 (52), im Rheinland 68 (74) oder 9 (9), im Staat 2898 (2743) oder 47 (44). Als mechanische Künstler und Handwerker betätigten sich a) als Meister in Posen 4879 (5045) oder 207 (210), in Ostpreußen 66 (84) oder 36 (41), in Westpreußen 590 (682) oder 100 (116), in Brandenburg 401 (407) oder 65 (72), in Schlesien 669 (579) oder 73 (62), in der Rheinprovinz 1129 (1206) oder 147 (153), im Staat 8420 (8856) oder 135 (142), sodaß Posen erst in großem Abstand dem Rheinland folgte; b) als Gehilfen in Posen 1971 (1922) oder 85 (80), in Schlesien 298 (252), in Westpreußen 313 (288) oder 53 (49), in Pommern 73 (67) oder 35 (31). Posen führte hier ebenfalls den Reigen. Als Landwirte, Gärtner etc. wirkten in Posen 191 (142) oder 8 (6), in Schlesien 242 (172) oder 26 (18), was die Höchstzahl bedeutete, in Ostpreußen 7 (24) oder 4 (11), in Westpreußen 41 (50) oder 7 (9), in der Rheinprovinz 61 (126) oder 8 (16), im Staat 639 (578) oder. 10 (9). Von anderen selbständigen Gewerben ernährten sich in Posen 441 (389) oder 19 (16), im Staat 1364 (1306) oder 22 (21). Als Tagelöhner arbeiteten in Posen 1579 (1531) oder 67 (64), in Westpreußen 407 (389) oder 69 (66), in Brandenburg 29 (38) oder 4 (7), in Schlesien 81 (68) oder 9 (7), im Staat 2636 (2533) oder 42 (39). Als Gesinde waren beschäftigt in Posen 2736 (2578) oder 116 (107), in Westpreußen 531 (511) oder 90 (86), im Rheinland 1127 (1182) oder 147 (159), im Staat 6296 (6100) oder 101 (97). Eine bestimmte Armenunterstützung empfingen in Posen 1126 (1216) oder 48 (52), in Schlesien 484 (315) oder 53 (34), in Westpreußen 240 (238) oder 41 (40), im Rheinland 150 (159) oder je 20, im Staat 2356 (2367) oder je 38. Ohne bestimmten Erwerbszweig waren in Posen 640 oder 21 gegen 3029 oder 49 im Staat. 43

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