Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 1
- Article
- Heinrichs IV. Verhalten zu den Juden zur Zeit des ersten Kreuzzuges
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 5)
- Language
- German
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Sara Schiffmann. Heinrichs IV. Verhalten zu den Juden zur Zeit des ersten Kreuzzuges die Tatsachen, fugt aber gern seine Beurteilung und Motivierung hinzu. Die Erzählung wird von einer Menge subjektiver Partien unterbrochen, die in ihren immer wiederkehrenden Ausdrücken und Aufrufen so stereotyp sind, daß sie sämtlich von einer Hand stammen müssen15). Betrachten wir näher, wie der Verfasser die Ereignisse empfindet. Die Verfolgungen sind Prüfungen, die Gott seinem Volke um seiner Sünden willen auferlegt hat. Die Generation, die so harte Leiden erdulden mußte, ist von Gott wegen ihrer Glaubensstärke besonders ausgezeichnet (S. 2, 1 f; 25, 8v. u.). Trotzdem vermag der Verfasser nicht seinen Schmerz zu unterdrücken. „Möge Gott selbst zusehen, wieviel Böses er seinem Volke angetan!" Nichts half! Keine Bitten, Gebete, Fasten vermochten das Unheil abzuwenden. Und doch haben die Unglücklichen Gott nicht verlassen. „Sehet, ist jemals seit den Zeiten der ersten Geschlechter dergleichen vorgekommen? Denn sie drängten sich einer vor den andern, indem sie zueinander sprachen: Ich zuerst will den Namen des Königs aller Könige heiligen" (S. 9, 2 f.). „Selig ist ihr Los, denn sie alle haben die zukünftige Welt verdient". So sehr der Verfasser auch die Märtyrer verherrlicht, schmäht er doch nicht diejenigen, die dem Tode die Taufe vorzogen. „Wer ihnen Uebles nachredet, sündigt, als rede er gegen die Gottheit". Er lobt sie sogar, da sie die Gebote Gottes auch fernerhin unter Lebensgefahr zu beobachten wußten: „ Die Völker selbst wußten, daß ihr Uebertritt nicht aus aufrichtigem Herzen geschehen war, sondern aus Furcht vor'den Irrenden" (S. 29). In tiefem Schmerz fleht der Verfasser die Vergeltung Gottes herab (S. 16 f.). Es ist begreiflich, daß er die Kreuzfahrer (die „Irren- 15) Hier seien einige Beispiele angeführt: S. 8,2? J17X3 Jim '01 J1XT3?ÖW *»a '3 „ 9,17 t yav «ai nxts nm «a n 83 t pvmn an» ma^a ... nxts rrrpy win n 19,6 v.u.? jwmn mx nwa hxts mran um „ 8,9; 16,14; 20,6?p9Xnn ffcx bVTl „ 15,20 DiTVya iax ynn « xVi p n nxa na«o nmn «3 « *jx jvm ora V'jnn xV nxT Van „ 25,9 v.n. naaV iV inaan wn mix by o'awn vaaV maa xin nin nn nps ovaa vas^a nvta *3 „ 1,1 v.u. naaV iV nrnV „ 11,5 v.u. (Thr 116) rpsia *ax nVx by „ 21,2 'aVi rraia -»ax nT by „ 16,11 v.u.; 20,7 (Dt xxxn 43) oip' ma? QT "»a iajr tna la'ann „ 16,2 v.u. « roapa Vx „ 28,12 oipa* mapa byn bttx rvfoa laxwi p^y «as waoVi tot» p^aV laV rrrr „ 17,9 v.u. ia'a'3 mnaa jax upnx rrpa xia*i lawa jnnaa pum] nr?aa man ia^xa7 ]rV? V« ^as iarp f^aV iaV *najp xini „ 23,5 f. lawa mnaa [njrcnn] anx 43