Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1930-1931
- Issue
- Heft 4 (Januar 1931)
- Article
- Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 10)
- Language
- German
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Alexander Pinthus. Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten 580 Würzburg: „fenestre a pavimento Judei si exaltentur, ut in curiam Eckehardi nullatenus prospectus habeant" (Rosenthal: „Zur Gesch. d. Eigentums in der Stadt Würzburg", 1878, S. 19). Urkunde identisch mit der vorgenannten? 59. ) 1230, Würzburg: Recht nach Belieben zu bauen (Aronius, „Regesten" S. 198, Nr. 450). 60. ) 1235, Trier: Erwerb von vier Häusern hinter Christenhäusern. Juden sollen Fenster vergittern, diese dürfen aber auch seitens der Verkäufer nicht verbaut werden. Ebensowenig dürfen die Juden dem jüdischen Gemeindehause Licht oder die Dachtrauf entziehen (Aronius, „Reg.", S. 209, Nr. 495). 61. ) 1235/36, Würzburg: Das Domkapitel verkauft ein Haus an Juden. Diese erhalten das Recht nach Belieben zu bauen (Aronius, „Reg.", S. 215, Nr. 495). 62.) 1281, Köln: „. . . . Wir haben ihm wegen dieser Fenster das Vorrecht gegeben, daß die Nachbarn ihm gegenüber nicht bauen dürfen, es sei denn in einer Entfernung von 4 Ellen, so daß sie ihn nicht verdunkeln." („Judenschreinsbuch", S. 47, Nr. 153). 63.) 1289, Köln: „. . . . Et sciendum quod omnes (decem et novem) fenestre exeuntes (retro) de Bardewich — ein christliches Kaufmannshaus — in curiam predictam manebunt bereygin, sicut nunc sunt, nec fierint maiores, nec minores (nee fient plures). Item quando celebrant (per tres septimanas) loyvedage tunc nüllus de domo Bardewich dictis Judeis et successoribus eorum inferet aliquam melestiam vel gravamen aliquod („Judenschreinsbuch", S. 71, Nr. 196). 64. ) 1336, Köln: „Item dicti.....Judei prefatum murum, quanto altius voluerint, facient edificare, ita videlicet, quod nullus partium in dicto muro aut de suo edificio lumen super aliam aut fenestras fieri procurabit" („Judenschreinsbuch", S. 165, Nr. 370). 65. ) 1360, Ulm: Die Judengemeinde vereinbart mit dem Bürger Fiflin von Memmingen: F. soll das Lichtrecht zu seinem Hause in dem Judenschulhof haben, doch muß er alle seine Lichter in der Art vergittern, daß man gerade noch mit der Faust durch die Gitter stoßen kann, und niemand darf von seinem Hause etwas in den Judenschulhof schütten oder werfen (Nübling: „Die Judengemeinde in Ulm", S. 42). 66. ) 1362, Trier: Beschränkung der Zahl der uffenen porten und uffenen kelre duren" (Hontheim: „Hist. Trev.", II, 227/28). 67. ) 1594, Frankfurt a. M.: Schuppen und Ställe durften bis an die Stadtmauer herangehen, die Hinterhäuser müssen nach Vorschrift einen Abstand von 8—18 Fuß halten. Ueber die Mauer hinaus keine Fenster und Dachgaupen, damit sie nicht in die Christenhäuser und Gärten sehen können. Beschränkung der Häuser auf vier Geschosse (Kracauer: „Frankfurt", S. 318/19). 68. ) 1616, Frankfurt a. M.: Stockwerkszahl nach der Gasse auf drei beschränkt. Ueberbauten verboten (a. a. O., S. 320). 69. ) Ende 17. Jahrb., Frankfurt a. M.: Aufsetzen von Zwerchhäusern auf die Dächer wieder vereinzelt zugelassen, aber nur selten und auf Widerruf Fenster nach den Christenhöfen (a. a. O-, S. 323). 70. ) 1711, Frankfurt a. M.: Aus der Bauordnung für die Juden nach dem Brande der Judengasse: § 4. alle Häuser müssen gleich hoch sein, nämlich drei Stockwerke, wovon auf das erste (unterste) Stockwerk 12 Fuß, auf 293