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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1930-01-01 · Heft 2 · p. Seite 158

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1930-1931
Issue
Heft 2
Article
Staatsbürgerolle der Breslauer Juden von 1812
Date
1930-01-01
Page
Seite 158 (sequence 9)
Language
German
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Willy Cohn. Staatsbürgerrolle der Breslauer Juden von 1312. I. Teil Anmerkungen zum „Sieben-Chur-Fürsten Bezirk" Zu 15 (S. 151). Der Vater des berühmten Arbeiterführers Ferdinand Lassalle. Ueber ihn handelt bereits M. Brann in seiner Abhandlung: Die Abstammung Ferdinand Lassalles im „Archiv für jüdische Familien- Forschung", 2. Jahrgang, Nr. 1—3, und ausführlicher: Die Abstammung und der Name Ferdinand Lassalles (Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, 62. Jahrgang, Heft 7/12, Juli-Dezember 1918, S. 270—274). Erstmalig wird uns aus der obigen Eintragung in die Staatsbürgerrolle bekannt, wieviel Jahre Lassei — so hieß er ja damals noch — in Breslau ansässig war. Auch das Geburtsdatum ist hier anders angegeben wie in der zitierten neueren Arbeit von Brann, wo es in das Jahr 1791 verlegt wird. Aus der reichen Sammlung von Personalien, die sich im Breslauer Stadtarchiv für wichtige Breslauer Bürger finden, merken wir zu dem Genannten noch das folgende an: „Heymann Lassal handelt mit Schnittwaren engros, von 1814 bis 1849 Stadtverordneter für den Siebenradebezirk, Besitzer des Goldenen Schwertes, Friedrich-Wilhelm-Straße 16—18. Aus den Akten des Magistrats zu Breslau (Akten der Rep. Reg. L. 28. 2. 1. 35. Bd. 3, S. 150) sei noch die folgende Verfügung des Kgl. Polizeipräsidenten mitgeteilt: Lassal, Heymann. Behufs der Gewinnung des hiesigen Stadt. Bürgerrechts wird dem hiesigen alttestamentarischen Glaubensgenossen Heymann Lassal von unterzeichnetem Polizei-Präsidio hiermit pflichtmäßig attestiert, daß derselbe sich jederzeit rechtlich und ordentlich betragen hat und bereits in die Staatsbürgerrolle aufgenommen worden ist. L. S. Koni gl. Polizeipräsident, gez. Streit. Ferner Akten der gleichen Rep.Reg. a.a.O. S. 151: „Daß der Herr Heymann Lassal, welcher bereits seit mehreren Jahren bei seinem Oncle, dem hiesigen bürgerlichen Kaufmann, Herrn Heymann Oppenheim, conditionieret, aus Losslau in Ober-Schlesien gebürtig und nach den darüber eingezogenen glaubwürdigen Nach- *) Vgl. die Aufsatzfolge von Rabb. Dr..Heppner: Die Stamm-Numeranten, ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Breslau und eine Anregung zur jüdischen Familienforschung (Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt, 1. Jahrgang, Nr. 6, 2. Jahrg. Nr. 1, 5, 7, 8), wo die verschiedenen Arten von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde zu Breslau aufgezählt werden. 2) Vgl. aktenmäßige Uebersicht der Straßenbenennung und Hausnummerieruag . in der Königlichen Haupt- und Residenz-Stadt Breslau vom Jahre 1825. Gedruckt bei Graß, Barth und Comp. (Signatur der Breslauer Stadtbibliothek: Ye 321.) 158

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