Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1930-01-01 · Heft 2 · p. Seite 159

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1930-1931
Issue
Heft 2
Article
Staatsbürgerolle der Breslauer Juden von 1812
Date
1930-01-01
Page
Seite 159 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2259275-2259282-2259285-2260419--2994-2260520
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Willy Cohn. StaatsbürgrerroDe der Breslauer Juden von 1812. I. Tefl richten gegenwärtig fünfundzwantzig Jahre ist; Solches haben wir demselben auf sein geziemend geschehenes Ansuchen der Wahrheit gemäß hierdurch attestieren sollen. Urkund unter gewöhnlicher Unterschrift und Siegel. So geschehen Breslau, den 8. Januar 1813. L. S. Collegium der Aeltesten und Vorsteher der hiesigen Judengemeinde. Wolff Ginsberg. Dohm. A. I. Heinersdorf. I. Pannofka. Jer. Sander Meyer. Der in dieser Urkunde genannte Kaufmann Heymann Oppenheim ist offenbar mit dem unter lfd. Nummer 8 aufgeführten Heymann Oppenheimer, Bürger und Stamm-Numeranten, identisch, bei dem er nach der Sitte der Zeit mit den übrigen Handlungsdienern in Kost und Logis war. In der „Beilage zum 45sten Stück Amtsblatt der Königlichen Breslauschen Regierung. Verzeichniss sämmtlicher in der Provinz Schlesien Breslauer Regierungs-Departements befindlichen jüdischen Staatsbürger" (1812) (Signatur der Breslauer Stadtbibliothek: 4 n F 1, 194) ist Heymann Lassei auf S. 25 unter Nr. 1970 aufgeführt. Vgl. H e p p n e r : Stammtafel Ferdinand Lassalles, Bresl. Jüd. Gemeindeblatt, 2. Jahrgang Nr. 3 vom 27. März 1925. Zu 15 (S. 151). Anläßlich der vom Freiherrn vom Stein erlassenen Städteordnung vom 19. November 1808 wurde zur Durchführung der ersten Stadtverordnetenwahl in Breslau ein „Vollständiges Verzeichnis der in den 49 Bezirken der Stadt Breslau und sämmtlicher Vorstädte stimmfähigen Bürger" (im Folgenden als „Vollst. Verz." angeführt) aufgestellt und nach erfolgter Wahl zusammen „mit den aus ihrer Mitte gewählten Stadtverordneten, sämmtlicher Bezirksvorsteher und ihrer Stellvertreter" gedruckt (bey Grass und Barth). (Signatur der Breslauer Stadtbibliothek: Yg 144.) Unter den stimmfähigen Bürgern befindet sich auf S. 5 Herr Salomon Loebel Friedberg, Stammnummerist, aufgeführt. Unsere Stammrolle nennt ihn Friedeberg, aber allgemein ist hier anzumerken, daß die Namensform in jenen Zeiten orthographisch noch durchaus lasch behandelt wurde; er starb am 31. 12. 1829; er besaß seit 1802 die Stammnummer 54. In der schon zitierten Beilage zum 45. Stück Amtsblatt der Kgl. Breslauschen Regierung befindet sich nur ein Alexander Loebel Friedeberg unter Nr. 968 auf S. 13, der wohl mit dem in Frage stehenden Friedeberg identisch ist. Zu 28 (S. 152). Aufgeführt im Vollst. Verz. S. 5 mit der Bezeichnung Alexander, Stämmnummerist. Vgl. Staatsarchiv Breslau, Rep. 14 P.A. II, 37f, Vol. 2, Nr. 14, vom 21. Januar 1792: Nachweis derer zu Breslau befindlichen Schutz- und Stammjuden. 159

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.