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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1930-01-01 · Heft 2 · p. Seite 118

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1930-1931
Issue
Heft 2
Article
Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten
Date
1930-01-01
Page
Seite 118 (sequence 18)
Language
German
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Alexander Pinthus. Studien über die bauliche Entwicklung der Judensassen in den deutschen Städten. Wyschehrad (jüdische Urkundenformel: „am Flusse Ultava und am Bache Botic)". — L. Jerabek: „Der alte Präger Judenfriedhof", Prag 1903. — II. 1. 1389 schon längere Zeit bestanden. 3. Judenstadt und Judenfriedhof bei der Altneusynagoge. (Josefsstadt). — Jerabek, a.a.O. — Nach der Erwähnung der Häuser in jüdischem Besitz lassen sich innerhalb der Prager Judenstadt (Tafel) a) außerhalb der ummauerten Judenstadt, nördlich der Josefsgasse verschiedene Entwicklungsperioden der Besiedlung beobachten; vgl. hierzu bis zur Stockhausgasse: Komplex um die Altschul (1389). Südlich der Josefsgasse Nähe Altstädter Markt: Besiedlung an der Meiselgasse (2. Hälfte XIV. Jhrh.), die Joachimsgasse (Anfang XV. Jhrh.) ß) Nördlich der Josefsgasse unmittelbar am Valentinstor: die Pinkasgasse mit Pinkasschul (Ende des XV. Jhrh. erschlossen). An der Geistgasse Häuser mi XIV. und XV. Jhrh. (wieder aufgegeben), f) Zwischen Josefsgasse und Altneuschul, XVI. Jhrh. (Altneuschul selbst viel älter). Ende XVI. Jhrh. um die Meiselgasse zwischen der Enggasse und der Meiselgasse. Schon im XV., dann Mitte XVI. Jhrh. an der schwarzen Gasse. B) I. Hälfte XVII. Jhrh.: beiderseits der Rabbinergasse nach Norden, desgleichen um die Zigeunergasse (Neubad 1621, Neuhofsynagoge 1631), Erweiterung um die Altschul gleichfalls um 1695. Anfang XVII. Jhrh.: Schammesgäßchen und Neubesiedlung der Meiselgasse. Anfang XVIII. Jhrh.: Abrundung der Siedlung um die Altschul. Ende XVIII. Jhrh. weitere Siedlung auf der östlichen Seite der Zigeunergasse. 5. 1389 zerstört. Großer Brand 1689, Tore gegen den Ring 1699 von den Juden angebracht. — Josef Teige: „Ein Rundgang um die Judenstadt", aus: J. Hermann, J. Teige, Z. Winter: „Das Prager Ghetto", Prag 1903. — 6. Prag bereits 965 der große Markt in den slavischen Ländern. Ausgangspunkte der Stadtentwicklung sind die beiden Burgen Vyschehrad und Hradschin. 100 Jahre später bereits deutsche Siedlung, ursprünglich im Petersviertel. 1153 Anlage der Altstadt. 1240 Ummauerung der Altstadt. Erster Flußübergang am Valentinstor (Valentinskirche um 1300). Von dort aus die drei Hauptverkehrsrichtungen — Josefsgasse durch die deutsche Siedlung über die Moldau nach Norden, — durch die Karpfengasse nach Osten, — durch die Valentinsgasse nach Süden zum Vyschehrad. — A. Hönig: „Dtsch. Städtebau i. Böhmen", S. 77/86, und A. E. Brinckmann: „Stadtbaukunst", Handb. d. Kunstwissenschaft, II. Aufl. — NB. Altneuschule frühestens Mitte XIII. Jhrh., 1316 bei einem Brand in der Judenstadt zerstört. 75. Zittau. I. 1. XIV. Jhrh. 2. Judenburg. 4. Südlich vom Markt. II. Vorübergehend im XV. Jhrh. ein Haus in der Judengasse. — Levy: „Gesch. d. J. in Sachsen", S. 26/27. — Das Havels und Odergebiet a) Brandenburg und die Mark. (Wo nichts besonderes bemerkt, stammen die Notizen aus Siedler: „Märkischer Städtebau".) 76. Angermünde. 3. Judenstraße. 4. Vom Markte aus nach der Klosterstraße. 6. Stadtentwicklung vom Schloß und der Jägerstraße her nach Süden. Ausgang des XIII. Jhrh.: Erweiterung nach Süden, Anlage der Klosterstraße. 77. Arnswalde. 3. Judenstraße. 4. Vom Markt aus südlich in das Gebiet der späteren Erweiterung nach dem Wassergraben zu. 6. Stadt Ende des XIII. Jhrh. angelegt, später jenseits des Flusses durch Parallelstraßen erweitert. 78. Berlin. Tafel III. I. 1. Ende XIII. Jhrh. 2. Großer Judenhof. 3. Hinter Nr. 16—49 der Jüdenstraße, Eingang zwischen Nr. 46 u. 47. 5. 1352. II. 1. Ende XIV. Jhrh. 2. Kleiner Judenhof im Geckhol. 3. Am Ende der Klosterstraße. 4. An der Stadtmauer. — E. Fidicin: „Berlin, hystorisch u. thopographisch", Berlin 1843, Plan nach Hegemann: „Städtebau", Bd. I, Abb. 62, Stadtentwicklung nach O. Schilling: „Innere Stadterweiterung", Berlin 1921, S. 210. — 79. Eberswalde. 3. Judenstraße. 4. Vom Markt aus nach Süden ins Stadterweiterungsgebiet, senkrecht zur Durchgangsstraße. 6. Kurz vor 1300 Stadt- 118

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