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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1930-01-01 · Heft 2 · p. Seite 114

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1930-1931
Issue
Heft 2
Article
Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten
Date
1930-01-01
Page
Seite 114 (sequence 14)
Language
German
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Alexander Pinthus. Studien über die bauliche Entwicklung der Judensassen in den deutschen Städten. 4. Am Wollgraben, außerhalb der Stadtmauern, die ersten Häuser vom Rat errichtet 5. 1614 (Fettmilch), 1711, 1721, 1796 (Brände), 1811 Aufhebung. — J. Kracauer: „Die Gesch. d. Juden in Frkft. a. M." (Festschrift z. Jahrhundertfeier des Philantropin, Fft. 1906). — 6. Frkft. hat schon im Karolingerreich Bedeutung im IX. u. X. Jhrh., königliche Villa. Im XII. Jhrh. Anwachsen der bürgerlichen Siedlung. Im XII. u. XIII. Jhrh. Erweiterung nach Norden. — Püschel: „Anwachsen der Dtsch. Städte", S. 121 ff. — 38. Fürth. 1. 1537. 3. Ansiedlung in der Nähe des Schulhofes, von der Mohrenstraße, die Bergstraße entlang in der Stauden-, Geleitsu. Markgrafenstraße, später in der unteren Königstraße (Nr. 148—135) und teilweise auf dem Marktplatze (1693), obere Fischgasse (1702), Königsplatz (1765), Alexanderstraße. Aeltestes Judenhaus Geleitsgasse Nr. 9, dann Num. 11 gebaut 4. Zwischen Markt und Rednitz, parallel der Hauptstraße. — J. Haenle: „Gesch. d. J. in Ansbach", Ansbach 1867. — 39. Nordhausen. I. Im XIII. Jhrh. wohnten die Juden ohne Abschluß in verschiedenen Teilen der Stadt. Das erste Judenhaus, die Synagoge lag in der westlichen Hütersgasse, in der Nähe des Judenfriedhofes, d. i. bei dem Stammort Alt-Nordhausen, jetzt Frauenberg. II. 1. 1322. 2. curia quae communis est omnium juderorum. 3. Mit noch einigen Judenhäusern und dem Bad in der heutigen Jüdenstraße. 4. Senkrecht zur Hauptstraße der späteren vereinigten Stadt, bildet die Verbindung zu Teilen des Marktes. — Heinr. Stern: „Gesch. d. J. in Nordhausen", 1927, u. persönliche Mitteilungen d. Herrn Archivar Karl Meyer, Nordhausen. — 6. Das alte Dorf u. d. Königsburg lagen außerhalbder Altstadt Diese 1180 von Heinrich dem Löwen zerstört, 1220 freie Reichsstadt, 1220—1225 ummauert. — Rietschel: „Markt u. Stadt", S. 93, und Heinr. Heine: „Heimatbuch für Nordhausen u. Grafschaft Hohenstein", 5. 67—71 u. 82, vgl. auch Karl Meyer: „Gesch. Nordhausens v. seiner Gründung bis zum Ende des XIII. Jhrh.", i. d. Zeitschr. „Der Harz", Magdeburg, Juli 1924, S. 374—378. — 40. Nürnberg. Tafel I. I. 1. Z. Zt. Heinrichs IV. 3. Markt, Obstmarkt, die Frauenkirche steht an der Stelle der Synagoge. 4. An der Burgstraße nahe der Brücke zum Kaufmannsviertel, zwischen der frühen Bürgersiedlung um die Sebalduskirche und der Pegnitz. 5. 1349. II. 1. Nach 1349. 3. Judengasse, oberer Judenhof, unterer Judenhof. 4. In dem im Jahre 1341 durch Brand vernichteten Viertel zwischen der inneren Laufergasse und der Pegnitz. 5. 1498. — J. Bader: „Nachrichten v. d. Juden zu Nürnberg", Anzeiger f. d. Kunde d. Dtsch. Vorzeit 1867. — 6. Erste Erwähnung 1050 am Fuße der Burg bis zur Pegnitz. Altes Kaufmannsviertel am linken Pegnitzufer.— Püschel: „Anwachsen d. Dtsch. Städte", S. 139 ff., u. Klaiber: „Grundrißbildung", S. 41, Stadtplan. — 41. Offenbach a. M. 1. Vermutlich 1614 Flüchtlinge aus Frankfurt. 2. 1702 Judengasse (kleine), 1708 große Judengasse. 6. Ende XVII. Jhrh. zur Stadt entwickelt, Isenburg. — Offenbachsche Residenz. — Guggenheim: „Aus d. Vergangenheit d. isr. Gemeinde zu Offenbach", 1915. — 42. Rothenburg o. d. Tauber. I. 1. 1210. 3. Milchmarkt, Kapellenplatz. 4. Zwischen Markt u. d. an der Straße nach Würzburg gelegenen weißen Turm, innerhalb der Stadtmauer. 5. 1350. 6. Stadterweiterung 1202. II. 1.1402. 3. Judengasse, Judenkirchhof. 4. Außerhalb d. Stadtmauer am blauen Turm. 5. 1520. 6. Die Synagoge wird zur Friedhofskirche des auf dem jetzt „Judenkirchhof" genannten Platze angelegten christlichen Friedhofs, 1525 von Bilderstürmern zerstört. — A. Merz: „Rothenburg i. alter u. neuer Zeit", Ansbach 1881, S. 88, 91, 92. — 43. Würzburg. Ia). 1. 1119. — „Germ. Jud.", S. 104. — (1169), 1182, 1197. 2. Platea judeorum, vicus Judeorum, gudengasse. 3. Schustergasse, 4. Nähe des heutigen grünen Marktes. Ib) 1. Judenmarkt, forum Judeorum. 2. heutiger Markt bis an die Gießengasse. 4. Zwischen Neumünster und Main, unterhalb der Domstraße. 5. 1348. 6. Die Synagoge stand an der Stelle der jetzigen Marienkapelle. II) 1. 1446. 2. Judengarten am Tanzplatz. 3. Jetzt Juliusspital. 4. Außerhalb der Stadtmauer. 5. 1576. — Kober: „Grundb.", S. 21, u. J. A. Oegg: „Entstehungsgesch. d. Stadt Würzburg", Würzburg 1881. — 114

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