Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1930-1931
- Issue
- Heft 2
- Article
- Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 13)
- Language
- German
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Alexander Pinthus. Studien über die bauliche Entwicklung der Judensassen in den deutschen Städten. 32. Ulm. I. 1. (1243). 2. 1469 alte Judengasse, „die man jetzt den Süßloch nennt" (vermutlich identisch mit dem schon 1300 vorkommenden Judenloch — locus judeorum. — 4. Nähe des Zeughauses und des Gänseturms innerhalb der im XIV. Jhrh. begonnenen Ummauerung der Neustadt. II. 1. 1365. 2. Judengasse (1401 neue Judengasse, 1399 beim Judenschulhof). 3. Judenhof. 4. wie I. außerhalb der Altstadt, östlich des im XIV. Jhrh. begonnenen Münsters an der zur Donaubrücke führenden Donaustraße. 5. 1500. — Nübling: „Die Judengemeinden des Mittelalters, insbesondere die Judengemeinde der Reichsstadt Ulm". Ulm 1896, S. 16 u. 508, Osiander, Pf leiderer u. Seuffer: „Ulm, sein Münster u. seine Umgebung". Ulm o. J., S. 88 u. Stadtplan. — 33. Wien. Tafel IV. I. 1. Mitte des XIII. Jhrh. 2. Unter den Juden, inter judeos. 3. Schulhof u. anstoßende Straßen. 4. Auf herzoglichem Gebiete, nahe dem hohen Markte, beim alten Rathause an der Wipplingerstraße; in dem seit 1230 bebauten Stadtgebiete. 5. 1421. — Ignaz Schwarz: „Das Wiener Ghetto, seine Häuser u. seine Bewohner". Wien u. Lpzg. 1909, S. 28—33, das. Plan. Zu 4. auch Stadtplan u. Hegemann: „Städtebau" II Bln. 1913, Abb. 169. — II. 1. 1624. 2. Judenstadt im unteren Werd. 3. Teil der Leopoldstadt zwischen Taborstraße und Marktplatz. 4. Jenseits des Donaukanals, vom Handelsverkehr abgelegen. 5. 1670. — Schwarz: „Wien", S. 164ff., u. Stadtplan. — Das Maingebiet 34. Bamberg. 1. (Um 1100). — „Germ. Jud." S. 18. — 2. 1363 vicus Judeorum. — Kober: „Grundb." S. 16. — 3. Alte Judenstraße. 4. Parallel der Regnitz auf der Domseite nahe der Brücke zur Kaufmannsstadt. — Stadtplan s. a. Stadtansicht in Bruins: „orbis terrarum", dort aedes B. Mariae alias Sacellum Judeorum" zwischen der Kirche B. Mariae u. dem Franziskanerkloster. Nach Gengier „Stadtrechtsaltertümer" (zit. nach Haas" St. Martin zu Bamberg") soll die St. Martinskirche am grünen Markte ursprünglich Synagoge gewesen sein. — 6. Burg 973, Stadtursprung auf dem anderen Regnitzufer, greift schon früh auf das linke Ufer hinüber. Anfang des XII. Jhrh. schon auf beiden Seiten. — Rietschel: „Markt u. Stadt", S. 107. — 35. Eisenach. I. 1. Erste Hälfte des XIV. Jhrh. 2. Judengasse. 3. Karlsstraße. 4. Nahe am Markte „dy beste gasse da" (Chronik a. d. ersten Hälfte des XV. Jhrh.) 5. 1343 abgebrannt. II. 1. Anfang des XV. Jhrh. 3. Löbersgasse. 4. An der Stadtgrenze. — „Germ. Jud.", S. 94, Stadtplan und Neufeld: „Thüringen", S. 20. — 36. Erfurt. 1. Mitte d. XII. Jhrh., 1212. — „Germ. Jud.", S. 98. — Wiederaufnahme 1352. 2. Heidentor, (zwischen Predigerstraße u. d. Fischmarkte), Judenhof oder Schulhof (Platz am Breitstrom, wo jetzt die Judenschule steht), Judenhut, platea judeorum, inter Judeos (kleines Gäßchen zur Krämbrücke, hier waren die Fleischbänke). 3. Außer den unter 2. genannten: Rathausgasse, Milchgasse, Benedictsplatz, Kreuzgasse, Waagegasse und rechte Seite der Michaelsstraße. 4. An den ältesten Stadtteil Schilderode anlehnend, mit Christen gemischt, zwischen Rathaus und der breiten Gera, an der Krämerbrücke. 5. 1221, 1349, 1458. — Th. Kober: „Festschrift zur Einweihung der neuen Synagoge in Erfurt", E. 1884 und v. Tettau: „Topographie u. Statistik v. Erfurt", Mitt. d. V. f. Gesch. u. Altertumskunde, Erf. 1885. — 6. Z. Zt. Karl d. Gr. Handelsplatz mit den Slaven, älteste Teile Andreas und Johannisviertel, 1066 zuerst feste Mauern. Kaufmannsviertel mit der Kaufmänner Kirche zwischen Gera und breiter Gera, gegenüber dem Judenviertel. — Püschel:: „Anwachsen d. Dtsch. Städte", S. 197 ff u. Meurer: „Der Mittelalterliche Stadtgrundriß". — 37. Frankfurt a.M. Tafel III. I. 1. (Vermutlich II. Hälfte des XI. Jhrh., bestimmt II. Hälfte des XII. Jhrh.) 2. Judengasse. 3. An der jetzigen Saalbezw. Fahrgasse. 4. Zwischen Main u. Dom an der Mainbrücke, ohne Beschränkung auf bestimmte Wohnplätze, aber dort am dichtesten. 5. 1241, 1349 (Zerstörung), 1462 (Ausweisung). — „Germ. Jud.", S. 104 u. 105 und Jos. Goldschmidt: „Die Rückkehr der Juden n. Frkft. a. M.", „Zeitschrift" 1899, S. 154, s. a. übrigens: Kober: „Grundb.", S. 11. — II. 1. 1462. 2. Judengasse. 3. Börnestraße. 113