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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1930-01-01 · Heft 2 · p. Seite 112

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1930-1931
Issue
Heft 2
Article
Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten
Date
1930-01-01
Page
Seite 112 (sequence 12)
Language
German
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Alexander Pinthus. Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten. 23. Judenburg. 1. Anfang XIV. Jhrh. 4. Auf der Nordseite der Bergeshöhe („Im Gehag"). — Rosenberg: „Steiermark", S. 92. — 24. Landshut. Tafel I. 1. Um 1200. 4. Unter dem Schloßberg an der Münchener Straße. 6. Burg und Stadt, um 1200 gegründet, soll von Juden bezw. mit jüdischem Gelde erbaut worden sein. „Es pauten's ihm die Juden auf, die setzt er auch drein". Vom Schloßberg aus entwickelte sich die Stadt weiter. — „Germ. Jud." S. 152, Kober: „Grundb." S. 18 u. Stadtplan, auf der Ansicht von Merian 1644: Judentor. — 25. Marburg i. Steiermark. 4. Das hart an der Stadtmauer gelegene jüdische Stadtviertel umfaßte die vor der Brückenanlage gelegenen Straßenzüge. — Rosenberg: „Steiermark" S. 94. — 26. Memmingen. 1. XIV. Jhrh. 3. Gerbergasse, noch 1407 Haus zum Widder (Kramerstraße Nr. 164) Judenhaus gewesen. — Miedel, J.: „Die Juden in Memmingen". M. 1909. — 27. München. 1. 1210. 2. Judengasse. 3. Gruftgasse und Landschaftsgasse. 4. nordöstliches Viertel der ältesten, inneren Stadt, nahe dem Markte, dem jetzigen Marienplatz, und an der Weinstraße gelegenen Bürgerhäusern. Synagoge und Richterwohnung in der Landschaftsgasse. Spital, Fleischbank, Bad in der Schrammergasse, an der Stadtmauer. Gruftgasse und Landschaftsgasse durch Gäßchen verbunden. Landschaftsgasse am nächsten dem Markte. 5. 1442 Vertreibung der Juden. 6. Stadt 1157 zu erbauen begonnen, 1294 Stadtrechte, Beginn der zweiten Ummauerung. — Taußig: „Gesch. d. J. in Bayern" Bd. I, München 1874, S. 40, 42, 59. Abb. nach J. Baum: „Die schöne deutsche Stadt Süddtschld." München 1912, S. 19. — 28. Nördlingen. Tafel I. a) 1. (Vor 1290). 2. 1402 Judengäßlem. 3. Judengasse und Gnannengäßchen (von der Judengasse zum Rathause führendes Seitengäßchen). 4. Unmittelbar hinter dem Rathause, auf das alle Landstraßen zulaufen. 5. 1290 viele Juden getötet, 1383 oder 1384 200 Juden erschlagen. Ehemalige Judenschule jetzt Scheune des bayer. Hofes. 1510 Judenvertreibung. Schon vorher viele der hohen Steuern wegen abgewandert. 6. 1258 die Stadt fast ganz in Asche gelegt, 1263 nicht am alten Platze, sondern am Fuße des Hügels neu errichtet. Damals viel geringerer ovalförmiger Umfang; der alte Graben bildete die Grenze. Erst 1327 durch Hereinziehen der Vorstädte spätere Gestalt. Rathaus seit 1519 als solches benutzt, war eines der ältesten Kaufhäuser (1307). — C. Beyschlag: „Gesch. d. St. Nördl." Nördl. 1851, S. 37/39, 5, 7, Kober: „Grundb." S. 19 und Stadtplan. — b) 1325 ein jüdisches Wohnhaus in der Reimlinger Torstraße (außerhalb der städt. Ringmauer), 1349 Judenhäuser „in der Mure", d. h. innerhalb der Stadtmauer. Das Reimlinger Tor liegt an der Straße nach Donauwörth. — Kober: wie a) und Stadtplan. — 29. Preßburg. Tafel II. I. 1. Ende XIV. Jhrh. 3. Huttergasse in der Innenstadt. II. 1. 1526. 2. Judengasse. 3. Schloßgrundgasse (Ansiedlung am Schloßberg und auf dem Zuckermandl auf Palfyschem Grunde). 4. Um das königliche Schloß gelagert. 5. Brände der Judenstadt 1742, 1746, 1913. Bis 1848 abgeschlossene Judenstadt. — Bergel: „Gesch. d. ungar. Juden", Lpzg. 1879 5. 58 u. 116, „Allgem. Zeitung d. Judentums" 1913, Heft 22 und Stadtplan. — 30. Regensburg. Tafel I. I. 1. 981. 4. In suburbano Reginae civitatis. — „Stobbe" S. 18. — II. 1. 1156. 2. ad Judeos. 3. Neupfarrplatz. 4. In dem ältesten Stadtgebiete südlich des Donauviertels und der Märkte an der alten römischen Durchgangsstraße. 5. Ausweisung 1519. 6. Stadt auf römischen Grunde tritt im VII. Jhrh. wieder hervor, die Mauern im VIII. Jhrh. noch in gutem Zustande. Zu Beginn des X. Jhrh. Anwachsen der Stadt im Westen. Märkte, pagus mercatorum, Mauererweiterung um 920. — Stobbe S. 80, Städtplan u. Püschel: „Das Anwachsen d. dtsch. Städte", S. 152 ff., vgl. auch Isaak Meyer: „Gesch. d. Juden i. Regensburg", Bln. 1913. — 31. Salzburg. 3. Judengasse. 4. Zwischen Dom, Residenz und Salzach, Teil der Hauptuferstraße. Stadtplan. — Altmann: „Gesch. d. J. in Stadt u. Land Salzburg", Berlin 1913. — 112

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