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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1929-07-01 · Heft 2 (Juli 1929) · p. Seite 117

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1929-1930
Issue
Heft 2 (Juli 1929)
Article
Die Judenpolitik Herzog Heinrichs des Reichen von Landshut
Date
1929-07-01
Page
Seite 117 (sequence 24)
Language
German
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Raphael Straus. Die Judenpolitik Herzog Heinrichs des Reichen von Landshut. wig — waren, und umgekehrt: wie gefahrlos ein planmäßig reguliertes Verbleiben der Juden im Lande, sofern nur die Zinsanlage des Kapitals, auch den Christen einige Jahrzehnte früher gestattet, automatisch eine Ermäßigung des Zinsfußes herbeigeführt hätte. Beilage: Schuldverschreibung der Juden von Niederbayern-Landshut an Herzog Ludwig. 1450. Landshut, 4. Nov. Namens aller Juden im Lande Herzog Ludwigs erklären die 25 mit Namen Genannten, dem Herzog 25 000 fl. zu schulden, zahlbar je zur Hälfte bis Weihnachten und Lichtmeß, und bei Nichtzahlung mit Weib und Kind ins Gefängnis zu gehen, so wie sie auch jetzt im Gefängnis seien. — Or.-Pgt. m. vier anhg. S. (München, H.-Staatsarchiv, Juden in Bayern, fasc. 8). „Wir dy nachgeschriben mit namen Mosse, Lesirs sun, item Lasar u s im egkhaus, Süessel im Loch, Männdel Jud in dem haus bey dem Gampuchler, Ycze des Josep sun von Münichen, Mosse von Pfarrkirchen, L e s i r Jud, M a y r von Straubing, J ü d e ] Jud, Jacob von Mospurg, den man nennt Penndit, Josep Yserleins aydem, Jacob des Yserleins bruder, Mayr des Jüdens aydem, Höschel der Leserinn sun, den man nennt Kohein, Mayr des Lesirs bruder, Josep eil des Lesers aydem, Eysack bey dem Mosse von Pfarrkirchen, Mosse pürtig von Abensberg zu Plädling, Mayr des Sälickmans sun von Wasserburg, David ob dem freithof, J o s e p p von Münichen, all Juden zu Landshut, Bunumair Jud zu I n n - golstat, Jacob Jud zu Burghausen, Knäbel Jud zu Brawnaw, Mayr Jud zu Lanndaw, als wir und all ander Judischait in des durchleuchtigen hochgeborn fürsten und herrn herrn Ludwigs pfalzgrafen bei Rein herzogen in Nydern und Obern Bayrn etc. lande yetzo wonhaftig demselben hochgeboren fürsten herzog Ludwigen allen seinen eriben und nachkomen schuldig worden sein unverschaidenlich rechter und redlich schuld 25 000 reinischer guidein oder ye 5 Schilling 18 pfennig irer landeswerung für ain guidein, dieselb sum und guidein wir dann halbeu mit namen dreizehenthalb tausend reinisch guld. auf dy schirsten Weihennachten und halbe auf dy schirsten Liechtmessen, auch dreizehenthalb tausend reinisch guidein zu Landshut in der Stat zu yeder benanten friste oder in den negsten acht tagen vorhin bezalen sullen und wellen unverzogentlich und an all waigrung und auszüge. also bekennen wir obgenannt Juden für uns und all ander Juden in des benanten hochgeborn herzog Ludwigs etc. lande yetzo wonhaftig und für unser und ir aller hausfraun, eriben und nachkomen offenlich mit dem brif, geloben und gereden auch in kraft des brifs als bey unserem ayde und sunst, so wir höchst sullen und können oder mögen, dass wir dy benanten 25 000 reinisch guld. also unverzogenlich, zu yeder benanten frist dreizehenthalb tausend reinisch guidein, iren 117

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