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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 3 · p. Seite 272

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 3
Article
Ueber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern
Date
1888-01-01
Page
Seite 272 (sequence 41)
Language
German
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272 Felix Rosenberg, Ueber eine Sammlung deutscher 35. Einen zweizeiligen gereimten Refrain, dessen erste Zeile deutsch, die zweite hebräisch ist, hat ein llstroph. Lied (Ms. S. 24), das als eine freie Übersetzung des Psalm 118, V. 5 bis 23 (mit Auslassung von Vers 18 — 22) gelten kann. Die jedesmaligen ersten hebr. Worte des betreffenden Verses sind den Strophen vorgesetzt, z. B. Z. Min hamezar,') ich tu anrufen gott, der uns Hilst aus aller not, und speist uns das teglich brod, loben wellen mir in frü und spot. drum ste ich da und sag also: khi gabar alenu chasdo!^) 5. Kol hagojim,^) sie uns umringelt haben, senen (find) kumen vor Zeruscholajim zu traben, haben etliche brüder die haut tun abschaben, doch senen sie gebliben bei irem glaben.^) drum ste ich da und sag also: khi gabar alenu chasdo!) 10. Lo amoth b) ich will leben, will haschem jisbarach^) ere geben, und leren gemarrah, tosafat H auch darneben; ewiger Herr, stein andres zu dir will ich mich keren, drum ste ich da und sag also: khi gabar alenu chasdo! 11. Meöth adonai hajetho soths) ich woll, alles besser was (?), es möcht in die zeit wol kumen, ich mucht so wol lernen als Rabbi Zosef Aschkenas, oder möcht also reich sein als Meisten was. drum ste ich da und sag also: khi gabar alenu chasdo! 36. Mr die poetische Übersetzung des 137. Psalmes hatte der Sammler nur nötig, das Lied des Wolfgang Dachstein") zu kopieren. Die erste Zeile des Gedichtes ist hier (ob absichtlich oder nicht?) geändert, es heißt im Ms. nicht: ^asserüüssen Ladilovs 6a 8Ä3S6N ^vir mit sekmertaev) sondern: Lin nasser üissst vor LabLIoo, äo sassen mir nut sekmertöeo; ') in der Angst. 2) denn die Gnade Gottes waltet über uns, Ps. 3) V. 10 des Ps., alle Heiden. H Jerusalem. b) Diese Strophe spielt auf 2. B. d. Maccabäer Cap. 7 an; da in Str. 4 auch Matathias »6er kruw man" erwähnt wird, so vermute ich, daß das Lied für das Fest der Tempelweihe gedichtet wurde. 6) V. 17, ich werde nicht sterben. 7) ihm, dessen Name gelobt fei. «) Glossen zum babylonischen Talmud. °) das ist vom Herrn geschehen. ") Göd.-T., Lb. S. 204.

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