Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1888
- Issue
- Heft 3
- Article
- Ueber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 35)
- Language
- German
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266 Felix Rosenberg, Ueber eine Sammlung deutscher 7. Mir pauern bauen korn und wein, füren es in stet und mark hinein durchaus die ganze Wochen, ir het sunst niks zu kochen. 8. Mir bürger handlen alsu fein mit allen waren, die do sein, füren es in land hinein; das müßt ir bauern kaufen, in stet und mark drum laufen. 9. Mir pauern tun euch bürger erneren, ir bürger tut das unser vürzeren; halt, bürger, mir werden uns tapfer weren. bürger, sei nit zu stolze, mir bringen dir sunst kein holze. 10. Der bürger zu dem pauern sprach: ist dat nit ein große sach, und das ir pauern nit gebt nach; das spil habt ir verloren, und tet es euch noch so zoren. 11. Das felt euch, bürger, noch gar weit, mir pauern wellen noch wol gewinnen den streit, mir pauern sein auch gute leut. wenn der pauer niks het zu verkaufen, muß mancher bürger entlaufen. 12. Mir bürger und die edelleut behalten den preis zu aller zeit, in allem ritterlichen streit lobt man die bürger vor allen, pauer, wie tut dir daS gefallen? 13. Der pauer ist noch der allerbest, er war der erst und bleibt der letzt, ir bürger seid der pauern gest; und wenn kein pauer nit wäre, stund des bürgers kästen lere. 14. Mir bürger sein vun hochem geschlecht, pauer, mir haben gewunnen das recht, sei du unser getreuer knecht, und tu uns das zu ere, mir wellen dir es wider vürkeren. 15. Adam, der war der erste mann, und da er aus der') erden kam, war er ein pauer und ein ackersmann. ') Ms. äsui.