Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1888
- Issue
- Heft 3
- Article
- Ueber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2259275-2259334-2259338-2259478--0741-2259541- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern. 255 Z. Ich bin den alten weibern gram, ich weiß auch wol warum: sie sein in den lenden lam, sie wachsen (in) die krümm. 2. Alte weiber und enten, die hören uf die se, man sul sie lieber dertrenken das sie nit schnadren me. 3. Ein alt weib und ein hackeblock dar ist kein sreud mer (drin) ein fever in ars und Pulver ^vrinl und daß sie bald vürbrinn 4. Ein alt weib hinter dem ofen, das ist der bitre tod, ein maidlen vun achtzehen jaren, das ist so rosenrot. 5. Und e ich mit dem alten weib wolt essen käs und brot, vil lieber wolt ich leiden mit einer jungen große not. 6. Ich ging einmal zu kirchen, ich bat den lieben gott, er wolt mir lassen sterben die alte hur zu tot. 7. Und da ich wider einHeimen kam, die alte hur war tot; des muß gott gelobet sein, das er mich hat erHort. Die beiden letzten Strophen finden sich ähnlich als Str. 2 und 3 in dem Liede: „Do iek mein er3tes ^eib vam"*), und noch mehr stimmt zu ihnen die niederländische Fassung.^) Zc ghinc hen ter kerken, ic claechde god mijn noot. Help, rijke god van Hemel, och waer dat out wijf doot! Ende doe ic weder van kerken quam, dat oude wijf was doot: Help, rijke god van Hemel! verwonnen is al mijn noot. -) Ms. Ler. H Ms. vurdronnsn. H Ms. ^eiSsr. Uhlaud, Bl. Nr. 292. Böhme, ALb. Nr. 247. HvF, Schles. Bl. Nr. 199. -) Papierhs. v. I. 1537 in Weimar; vgl. Weim. Jhb. I, 101 — 132. Das Lied ist das 36 te; abgedruckt S. 127.