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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 3 · p. Seite 252

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 3
Article
Ueber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern
Date
1888-01-01
Page
Seite 252 (sequence 21)
Language
German
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252 Felix Rosenberg, Ueber eine Sammlung deutscher Sie giebt schließlich den „jungen brauen" noch gute Ratschläge 14. Seid ir schon was stoltz von finn, (tut) euch nur freundlich stellen in, wo man euch tut lieben; tut ir den gesellen spot, so komt ir in großer not und kunt keine kriegen. 15. Vun den mannen sein mir gemacht und aus seiner seiten gebracht, bei dem will ich bleiben; mit dem will ich freuen') mich allezeit, wenn es lüftet mich, liebskurzweil zu treiben. Sie wolle nun trachten, einen jungen Mann „also bald zu erlangen". — Der Anfang des Gedichts klingt an das Lied an in KnW. ea. Erk III, 87 „Einstens da ich lust bekam, mir zu freien eine Dam". 2) 18. Das Weh des Scheidens findet ergreifenden Ausdruck in dem weitverbreiteten Liede „lek 8tunä wiek an einem morgen kelmliek an ewem ort".2) Ms. S. 58 6stroph. Es scheint durch viele Drucke gegangen zu sein, ehe es in diese Sammlung gelangte; darauf lassen die vielen Varianten schließen, die alle auszuzählen nicht verlohnte. Die lebhaften Worte und Empfindungen, die in den ersten Drucken dieses Liedes laut werden, find hier schon ganz abgeblaßt. Man vgl. die letzte Str. 6. Aldo ich muß verreisen, so fer in vrömde land, Welt gott, ich m'öcht bei euch bleiben, wenn es (sich) schicken könt; so bitt ich dich uf diser welt, also ich mich muß scheiden, lief, so gedenk allezeit an mich. 19. Ebenso unwichtig sind die Varianten in dem Liede „2^ei äwx ^iw3ek iek mir uk eräen von Srunä äes kernen mein". Das Lied findet sich sonst noch im FLB. v. I. 1599 *) (eir. Göd. § 109, 34 und HvF, Findlinge S. 151), ferner im Straßburger Lb. v. I. 1592 (etr. Göd. § 109, 35; abgedruÄ von Birlinger in Alemannia I, 42) und schließlich im Lb. des Paul von der Aelst 1602 (ek. Göd. Z 109, 36. HvF, Weim. Jhb. II). Die Straßburger Fassung hat 14 Str., die beiden andern 15 Str. Erstere hat auch das Besondere, daß das Lied einem Mädchen in den Mund gelegt ist;^) das kann aber nicht das Ursprüngliche sein, da nur 1) Ms. kreuäeu. 2) Ueber eine 18stroph. geistliche Umdichtung dieses Liedes, Lwsmals!ek lust dekam aru-usxreekeii Zottes son, :c., ek. Alem. 9, 52. 2) Quellennachweise bei Böhme, ALb. Nr. 269. Abgedruckt bei Erlach, Vl. III, 147. 5) Wie ich nachträglich aus einer Vergleichung der Texte des Straßburger Lb. mit denen des FLB. ersehe, haben alle Lieder des ersteren eine derartige Umsetzung

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