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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 3 · p. Seite 247

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 3
Article
Ueber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern
Date
1888-01-01
Page
Seite 247 (sequence 16)
Language
German
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Volks- und GesellschastSlieder in hebräischen Lettern. 247 Darumd, Zu keines liek, kein untreu an nur üd; und serner 4, 2—5 Zarmnd inien ^unäer niraxt, üas äu mied fielen >vie wanener iner aus üdermut veraektest ser, Helenes äir äoen nient ^e^Linxt. Hier hingegen findet das Bedauern über die Untreue fast keinen Raum, desto mehr klingt der Trotz, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, hervor (ekr. 8, 5 „ien diu noen nit allein" ^). Eine ähnliche Verschiebung von Trauer und Spott können wir bei 12. zwei Fassungen des Liedes: „Nit ILek bin ien umlaufen" beobachten. Im FLB. Nr. 88 hat es 7 Str., in einem Liederbüchlein v. I. 1582 Nr. 8 (K. B. Yd. 5041) 8 Str.-). (Die Aufzeichnung in unserm Ms. S. 86 stimmt mit der letztgenannten Fassung überein.) Im FLB. schließt der Liebende, nachdem er die Hoffnungslosigkeit seiner Neigung erkannt hat, mit den Worten: Ach gott, wem soll ich klagen, das ich kein trost mer Hab? mein Hertz will mir verzagen und kan nit lassen ab. von der ich bin betrogen, die ich mit treuen meint, ein ander hat sie erkoren und ist mir worden seind. Im Lb. v. I. 1582 ebenso wie in unserm Ms. folgt auf diese Str. eine, die im Ton fast einen vollkommenen Gegensatz zu der vorhergehenden bildet Ms. Str. 8. Nun will ich nit vorzagen (Ms. zeigen) und will nit lossen ab, (ek. Str. 7, 3. 4) der Henker soll in ^) plagen, der uns belogen hat mit seiner falschen zungen, das ich gar wenig acht; st dir, feines lieb, gesungen zu tusend guter nacht! Während bei diesem Liede die letzte Strophe, die einer andern Stim- 13. mung entspringt als die vorhergehenden, sicherlich einer späteren Zeit angehört, so werden wir trotz des Empfindungswechsels Einheitlichkeit der Entstehung anzunehmen haben bei dem Liede, das im Ms. S. 87 auf- 1) Teile dieses Liedes sind noch bis in die neueste Zeit fast wörtlich erhalten. Zu Str. 4 ist zu vgl. HvF, Schl. Vl. Nr. 236, 6; zu Str. 7 Meyer, Schwab. Bl., Berlin, 1855, S. 267 Nr. 16. — 2) Ebenso 8stroph. in vielen Mfs. der K.B., z. B. KIs. Ksrm. kol. 753, <iu. 612, yn. 716. — Die beiden ersten Str. sind auch abgedruckt bei Mittler Nr. 713. 3) Ms. sie. ») der sich in Str. 11 kund giebt.

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