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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 3 · p. Seite 242

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 3
Article
Ueber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern
Date
1888-01-01
Page
Seite 242 (sequence 11)
Language
German
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242 Felix Rosenberg, Ueber eine Sammlung deutscher Die andre Strophe (unsre vierte) trägt die Überschrift „ProPortio" (vgl. darüber Böhme, GT. I, 254); sie hält, dadurch das die Verse eine andere Reihenfolge haben, daß Reimschema besser inne; die ersten Verse lauten hier Wer jetzt mit mir will fr'ölich sein der trete an den reien, denn frölichkeit zu jeder zeit vorleubet mag sein; fingen und springen:c. In der Fassung, die unserm Sammler zur Vorlage diente, hat der letzte Vers von Str. 1 wohl so gelautet wie der von Str. 2; das Versehen erklärt sich daraus, daß zwei Zeilen vorher dieselben Worte stehen. 3. Wenig Berücksichtigung verdient die Fassung des S. 55 aufgezeichneten Tanzliedes:') Die fisch im Wasser wonen, das wild wol in dem Wald ic. Bei Ltzg. hat das Lied 12, hier nur 9 Strophen; es fehlen Strophe 6, 9 und 10. Varianten finden sich vielfach; aber sie sind vollkommen wertlos, da der Schreiber bei der Aufzeichnung dieses Liedes sehr nachlässig gewesen ist; er läßt Worte und auch ganze Verse aus. Der Anfang des Liedes findet sich auch in Nr. 4 von Franck's y. 4. Ebendort wird bei der Verarbeitung desselben Quodlibet der Vers „Nutter, nie soll iek ikiu tun?" benutzt. Das zugehörige Lied ist aus Erasmus Widmann, Neue Musicalische Kurtzweil, Nürnb. 1618 abgedruckt bei HVF,VGL. Nr. 159. Sonst noch zu belegen 1596 bei Val. Haußmann (Göd. Z. 110. 31, 4). Es muß jedoch viel älter sein, da die erste Zeile dem Lied von Sant Grobian (Mitte des XVI. jh.) als Tonangabe vorgedruckt ist (Böhme ALb. Nr. 313). In unserm Ms. muß man dies Lied aus zwei Stellen zusammensuchen; Str. 1 und 2 stehen auf S. 32, Str. 3—5 auf S. 17. Die 6te Str. bei HvF fehlt hier. — Der erste Vers heißt „^ed, mütterlew mein, soll Lek im tun", und er stimmt so mehr zu Franck als zu Widmann, der dafür hat „UütterleLu mein, 7va8 3oU Lok tun". Bemerkenswert durch größere Abweichung von den andern Fassungen sind die ersten 2 Verse von Str. 4: Ach töchterlein, so nem in schon, dieweil du wilst haben ein emann. (bei HvF sind die Reime, au:^'e ein man); und 5, 2 und 3 find ganz korrumpiert, sie lauten: unsers nachpirs Michlein muß bei gele gewand sein, bei HvF ist 5, 3 „Äas muss dei Aolle neräeu mein". t) Abdruck des Liedes und Quellenangabe bei Böhme, ALB. Nr. 316; das bei HvF, Findl. S. 152 erwähnte: Lsiäe juvK rmä HmiA gehört Zusammen scheint zu diesem Lied (ek. Str. 2) in Beziehung zu stehen.

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