Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XXII (1919)
- Issue
- 4/6 (Juli-Dezember 1919)
- Date
- 1919-07-01
- Page
- Seite 60 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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die eine abweichende Meinung vertreten, sind nichtssagend. Ausserdem wurde Chefez, wie 80 manchem anderen hervorragenden Talmudisten, auch der Titel Gaon beigelegt (s in. Baby!. Geonim, p. 107). Ob nun Chefez an der Spitze eines Lebrhauscs gestanden hat lässt sich aus den bisherigen Daten nicht feststelicn. Der Titel יאש כלח ist kein Beweis dafür (so Ilalper), denn er wurde z. B. auch Ch.äsdai ibu Schnpritt, der doch kein Schulhaupt war, verlieben. Einzig und allein Parcboh nennt ihm י אש ישעה, welchen Titel er aus Missverständnis aus ראש כלח umbndeii könnte. Ich vermute, dass auch das Epitheton הגי בהוד, da» sich ebenfalls nur bei Parehön iiudet, ebenso auf einem Missverständnis beruhe. Parehön hat Chefez’ Buch kaum vor sich gehabt. Er übernährn seine beiden Zitate (s. v. עמר u. קצע) aus AbuhvaUl und entnahm das gebahnte Epitheton keiner anderen Quelle (so Bacher, J5ATW X, DIB. der auch irrtümlich Parcliön nur einmal diesos Epitheton hinzulügcn lässt!, sondern verwechselte einfach Chefez, den Ver asüör e nes Buches der Gebote, mit jehudai, drin Verfasser der Halachot Pe&ukot1). Die Heimat Chefez״ war lange Zeit unbekannt. Man versetzte ibu nach Kairitwän (Zunz, Stein.־ Schneider), Palästina (Eapoport), Spanien iPoznnnski), bis sich in einem Geniza Fragment (Halper 12, vgl. in. Baby]. Geonim, 1. c.) die Notiz סרב הפץ איוף בן יצריח האשורי gefunden hat; er war also aus Mosul. In Mosul hielt sich Saadja in seiner Jugend auf (v. Sandyana ed. Schecbter, p. 131׳, aber irgend ein Namen von Bedeutung ist uns in älterer Zeit aus dieser Stadt nicht bekannt. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass sich האשירי auf den Vater Jazliach und nicht auf Chefez beziehe. Viel schwieriger zu bestimmen ist die Zeit Chefez’. Der Titel ראש כלח resp. אלוף zeigt, dass er noch in die gaonäische Zeit gehört, und damit stimmt auch überein, dass ihn Abuhvaiid bereits als Verstorbenen (ודרסה אליה nniiihrt, doch fehlt es, da Chefez keinen Autor zitiert, an einem terminua a quo, höchstens wissen wir, dass er nach dem Vorf. der Haläehot Gedolot, den er kritfsiert, gelebt hat, also frühestens im IX. Jabrb. Aber nun macht Ilalper (p. 1;» ff.) darauf aufmerksam, dass (iic arabische Wiedergabe der pentateuchischen Gesetze bei Chefez mit der arab. Uebersetzung Saadjas oft übereinstimmen, so z. B. zu Kx. 21, 2S—3 1. 22,6 udJ ganz besonders zu Lev. 4, 13—21, so dass Chefez nach Saadja gelebt hätte. Dann nimmt er aber wieder diesen seinen Beweis zurück, wie ich aber glaube mit Unrecht, denn noch überzeugender in dieser Hinsicht ist die Tatsache, dass z.B. die arabische Benennungen der acht Kriechtiere (Bl. *20 a 1. 1יי) genau so wie bei Saadja wiedergegeben sind, was doch kein Zufall fioin kann. Dann kommt noch ein innerer Grund hinzu. Saadja war der erste, der unseres Wissens haluchische Werke in arabischer Sprache verfasst hat. Es ist kaum anzunehmen, dass es jemand vor ihm getan hätteh). Chefez dürfte, also ohne Zweifel nach Saadja gelebt haben und, wenn man aunimmt, dass er vielleicht den Titel seines Buches כתאב אדשראיע dem gleichnamigen Werke Samuel ihn Chofnis nachgeahmt habe, so könnte er dessen Zeitgenosse gewesen sein6). — Chefez wird nicht 4) Vielleicbt unter dem Einflüsse vonB&chja, der in einem Satz sowohl das Werk Chefez’, als auch die ilalachot Pesukot und Gedolot erwähnt. ף Eine Vergleichung mit Saadjas מנין המצות, die Herr J. F. Perla auf meine Bitte vorgenommen hat, hat zu keinem positiven Resultat geführt. {]) Der.Karäer Jefet b. 4 *Ali, der vor Samuel b. Chofai gelebt hat,