Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XXI (1918)
- Issue
- 4/6 (Juni-Dezember 1918)
- Date
- 1918-06-01
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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58 um 1385. Schliesslich folgen Notizen zur Cbarakterisfik des Zürcher Semak und über die verschiedenen Handschriften dieses Ritualwerks. Lauers Abhandlung zeugt von eingehendem Studium, reicher, aus• giebiger und vorsichtiger Ausnützung des vorhandenen Quellenmaterials und lässt erwarton, dass eine zu veröffentlichende kritische Ausgabe des Werkes ohne Zweifel noch wertvolle halachische, geschichtliche und kulturhistorische Notizen zutage fördern dürfte. Zu den Litera• turnachWeisen vgl. noch Köbäks Jeöchtiruü V* 168; Steinschneider Hehr. Bibi. IX, 174; Grätz Mtsch. 1869 p. 323 Die hier p. 20 aufgestellte Behauptung, dass üöifc* בערבא nicht Verona, sondern Bern t\1 'verstehen ist, Wird bekanntlich von aüderör Seite bestritten; vgl. ttöbr. Bibi. £11*89 und Magazin XV, 114ן WO auch als sicher hingestellt wiiril, dftöä Mabitril sieh von Seiner ePt'öh Frau babo scheiden Iftääca (vgl; klär t>» 21); vgi.JUtsk Ilebr. Bibh Y1II, 16 n. 6. Die Be• Wötegröüdd, die Lauer zur Erhiiriun&. ßMöcr Ansicht ins Foid führt uml die *uta Teil durch . gäfebiehtlicLe Dokumente belegt werden, erscheinen mir als beweiskrHfUg zur Widerlegung gegenteiliger Mcimingen. Trotzdem möchte iöb" bemerken, dass die p. 2Ö berührte Frage der Transskription nielit gleichmässig zu beäntworten'ist; 80 wird Venedig öfters mit בנ1יא ‘ wiedergegeben (vgl. לקם י!שר cd. Freimann I, 60. 61. if>7 n, n7); בלדוליר (Valadolid, Cat. Bodl. p 1976) גאלנהי (Valsntia ibid p. 2401; באליגציאה Neubauer Cataloghe p. 2452); ביטרבו (Viterbo ibid p. 1103); בערו (Yivero cf. Magazin 1,13). Schliesslieh sei noch bemerkt, dass das p. 3 erwähnte Getformular dem Jahre 1390 (nicht 1391) angebört, da der 21. lebet 5151 dem 29. Dezember 1390 entspricht. — Der nächste Aufsatz von M. Elias in Leipzig spricht über ״Die römische Kurie, besonders lanocenz III., und die Juden“ (S. 37—82). In ausführlicher Darstellung und unter Benützung der einschlägigen Literatur wird das Verhältnis der römischen Kurie und des Papstes Innocenz III. zu den Juden beleuchtet und zwar zunächst seine Anschauung von der staatsrechtlichen Stellung der Juden, dann der Einllucs der Kirche auf die Juden bezüglich der Leistungen, Steuern und Abgaben, die Rechtslage der Juden in Italien, Sizilien, Deutschland, England, Südfrankreich und Spanien. Weiter bespricht Yerf. dqn Geisten und Seeleazuätand der damaligen Juden und Innocenz1 Einfluss hierauf, sowie die Persönlichkeit dieses Papstes nach somom Verhältnis zu den Juden In Bezug hierauf möchte ich noch auf einen Artikel *Iunocnnt 11[ et lös Juifs“ in IiEJ 35,247 hinweisen, dessen Fortsetzung leider nicht erschienen ist; vgl. noch ibid. 1,115 und 2,7־־*־.א• Der bekannte Gelehrte auf dem Gebiete der Aatronomio, B. Cohn in SiräSöbUrg* berichtet ״lieber unveröffentlichte Schriften jüdischer Astronomen des Mittelalters“ (S. 83—95). In dem kurzen Aufsatz versteht es der Yorf. meisterhaft, das Interesse des Lesers für dieses im allgemeinen unter uns noch wenig gepflegte Feld der Wissenschaft zu wecken. Mit stolzer Genugtuung erfüllt den Verf. und mit ihm gewiss jeden jüdischen Leser der Umstand, dass auf der Pyrenäischen Halbinsel während des letzten Drittels des Mittelalters zum grössten Teil jüdische Gelehrte es waren, die ihren Landsleuten in den profanen Wissenschaften und speziell in der nautischen Wissensch&ft als Lehrmeister dienten. Cohn verweist sodann auf Abraham Z&cuto, den Verf. des Jucbasin, der in seinem bis heute nur hand• schriftlich vorhandenen חבור הגדול viele Hinweise nach dieser Richtung erteilt -Schliesslich betont Cohn, wie wichtig und wertvoll für jeden