Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XX (1917)
- Issue
- 4/6 (Juli-Dezember 1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- Seite 85 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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85' Von Einzelheiten aus Elias Biographie1) ist hier nur zu erwähnen, dass; er in Neustadt bei Nürnberg 1648 (?) geboren wurde und den grössten und fruchtbarsten Teil seines Lebens in Italien verbrachte. Im Jahre 4507 hielt er sich in Padua auf. — . Welches Motiv den sonst mit so ernsten Arbeiten beschäftigten Mann zu seiner Bovoerzäblnng veranlasste, ist nicht ganz klar. Die auf dem Titelblatte gedruckte Einleitung gibt z war an: Bovo Buch, das klughaftig, vemünftlich und verständliche Geschichtnisse Bowo, ein gottesfürcktig Fürst und Graf, ein Lehrung Unterweisung draus zu merken, wie der allmächtig Gott den verstossnen armen Menschen tut derquicken, drum haben mir es in Druck gestellt, zu lehren, dass man sich . 8011 nit versichern auf Gut noch auf Geld, neiert auf Hilf Gott, früh und spot,, as da is in den Maase zu verstehn, wie es Bowo hot tun gen, durch grazie Gottes is er wieder . kommen zu seinem Königreich, ein fürstlich Wesen wünsch ich euch, die da nehinen in acht, Gottes Genod Tag und Nacht, er werd auf sie giessen ein glückselig Leben mit Macht, amen. י Wahrscheinlicher aber, -als dass die Moralität des Stoffes. Levifa lockte, ist wohl, dass Not und Sorgen ihn auf den Ge־ danken brachten, vielleicht auf diese Weise etwas zu verdienen. Man kann auch an die Begründung denken, die der Uebersetzer der hebräischen Version der Sage von Arthur und Länzelot (1279) seiner Arbeit vorausschickt.. Er habe so viel Kummer und Sorgen erlebt, dass er fürchtete, der schwarzen Krankheit (Melancholie) zu verfallen; er habe diese Beschäftigung gewählt^ tim sich die üblen Stunden zu verscheuchen.2) Zunächst folge — allerdings wegen des beschränkten Baumes in aller Kürze — eine Inhaltsangabe, da sich nirgends eine solche, findet. Bovo ist •der Sohn des Herzogs Guidon von Antone3) und der Königin Brandonie. Sein Vater wird von Dudon von Maganze auf Anstiften der treulosen Mutter hinterlistig ermordet. Der vom treuen Sinibald von Sansimon entführte Knabe wird 1) J-Levi ״Elia Levita“ 1888, Jewish Enzykl. VIII46. Allg. Deutsche Biographie 8. v.. 2) vgl. Archiv für das Studium der Neueren Sprachen und Lite-־ raturen Bd 122. 1909. S. 51. . ־ 3 ׳) Bei der ersten Erwähnung zu ״Mantone“ verdruckt, sonst oft in richtiger Form,