Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XX (1917)
- Issue
- 4/6 (Juli-Dezember 1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- Seite 64 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Glossar. Schade aber, dass das schon früher zusammengesteJlte hier nicht vollständig reproduziert wurde, denn nuü muss man jeden Ausdruck zweimal suchen. Zu den einzelnen Artikeln habe ich zu bemerken: בטל in סודי התורה' J, 8 (ולא יבטל הוא לביטולם) ist wohl kaum Kal, vielmehr Nifal; החך im Sinne von Entscheiden kommt im Kal auch in der Traditionsliteratur vor, s. Lev. r. sect. 4. Anf שעם חותכין את ההלכה (vgl. auch Megilla 16 a: לשון;(רתך .... שכל דברי מלכות נחתכין על פיו in der Bedeutung ..Metallbarren ist eigentlich biblisch (Jos. 7, 2,); zu עצם Teschuba 1, 8 עצמו של יום הכפורים מכפר vgl. Joma 81a: עיצומו של יום; zu עתק vgl. S. 297; n. 8. Interessant ist auch der,Exkurs über שמועה und קבלה im Mischne Tora, wozu noch auf ואמרו מקבלי השמועה in אגרת תימן (Kobez II, 6 b) zu verweisen ist. Zu S. 281 n 2 ist zu bemerken, dass gerade ואני מבקש das richtige ist. M. will auf keinen Fall den Mischne Tora in arabischem Gewand erscheinen lassen, er möchte sogar den -Mischna-Komm. und das Buch der Gebote ins Hebräische übersetzen, wie soll er nun jenes Werk ins Arabische übertragen. Michael Guttmann handelt über ״Maimonides als Dezisor“ (S. 806 bis 330J, doch verdiente dieses Thema ausführlicher und allseitiger behandelt zu werden, als es hier geschieht. Zunächst weist Guttmann darauf hin, dass M'. in allen seinen Werken praktische Zwecke verfolgt hat, und demgemäss zeigt er nirgends, wie er forscht, sondern bloss was er erforscht. Von diesem Gesichtspunkt aus erklärt sich auch, dass er seine Quellen nicht angibt, da ihm das Endergebnis genügt Wir wissen aber, dass er das später inbezug auf den Mischne Tora bereut hat und es in einem besonderen Werke nachholen wollte. Die Eigenart M.’s als Dezisor sieht Guttmann vor allem darin, dass er der erste gewesen ist, der das gesamte Gesetz bis in die kleinsten Einzelheiten kodifiziert hat. Aber darin hatte M., worauf ich schon oben hingewiesen habe, einen Vorgänger inChefez, der ebenfalls alle Vorschriften der Tora in den Bereich seiner Behandlung gezogen hat, darunter auch solche dogmatischer Natur, wie z B. die Einheit Gottes (s.JQR N. S., IV, b49). Ohefez betont dies sogar ausdrücklich, s. z. B. ib. V, 851: אלקסם אלד, יחוי י״א שריעמ ליס ילזם פעלהא פי הריא אלזמאן לא. פי ארץ ישר׳ ולא פי גירהא אלך, dann ib. 868: . .. אלקסם אלג׳ יחצמן י״א שריעת סי אלאמואל יקים אלנפוס וגירה חנקסם קסמין לא י ילזם סעלהא פי הדא אלזמאן נהיא אלתאכי יצמן ג׳ שראיע f trfw אלאול מנהמא יתצמן ח׳ שריאע ה׳ מנהא אמרא ילזם סעלהא סי כל זמאן.ומכאן. Allerdings musste Ohefez. da er ein Buch der Gebote geschrieben, alle Ge- und Vorbote der Tora autnehmen, aber doch war er der erste, der sie erläutert und durch talraudische Belege festgestellt hat, denn der Verf. der Halachot Gedolot z. B. begnügte sich mit einer blossen Aufzählung, ebenso Saadja, nur dass dieser die Aufzählung in ein poetisches Gewand gekleidet hat1j Treffend ist die Bemerkung Guttmanns, dass M., indem er die Namen der Traditionsträger und der auf sie folgenden Lehrer wegliess, überhaupt seine Quellen nicht angab, damit eine neue Epoche in der Geschichte der dezisorischen Tätigkeit ־eröffnet hat. Der Schriftsteller tritt an die *) Die תרי״ג מצות Saadjas erschienen zuerst in Rosenbergs קובץ מעשי ידי גאונים קדמונים, dann durch J. Müller in Saadjas Oeuvres completes Bd. IX und zuletzt in 8 grossen Quartbänden u. d. T. לרבינו סעדיה (sic!ספר המצות ן אלפיומי גאון זצ*ל mit einem sehr ausführlichen Komm, von Jehuda Jerocham Eischi Perla (Warschau 1914-1917; 827, 710 u. 523 S.; vgl. m. Babyl. Geonim 136).