Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIX (1916)
- Issue
- 1/3 (Januar-Juni 1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Dicht behauptet, dass diese Schrift Abrahams sich in erster Reihe auf den Gottesdienst beziehe. Ebenso sollte der מאמר על אדות דרשות חז״ל, der doch einen Bestandteil des Kitäb al-Kifaja bildet, zusammen mit diesem und viel ausführlicher, als es E. tut (p. 29j, behandelt werden. Weiter bespricht E., aber ebenfalls sehr kurz, das. מלחמות ה׳, und erwähnt nur nebenbei die verlorengegangenen Schriften Abrahams, zu denen doch das von Sambari (ed. Neubauer, p. 134־) erwähnte תאג אלעארפין .hinzuzufügen ist. Den zweiten Abschnitt seiner Schrift widmet E. dem ״Kommentar Abraham Maimunis zu Genesis und Exodus“ (p. 33—68), von dem er gleichzeitig Proben in der Hoffmann- Festschrift ediert hat. E. charakterisiert diesen Kommentar, der sich ebenfalls nur unvollständig in der einzigen Handschrift Bodl. 276 .erhalten hat, hach allen Seiten hin. So seine Beziehungen zur philosophischen Spekulation, von denen Abraham nur wenig Gebrauch macht, und zur einfachen Exegese (Peschat). Dann über ■die Stellung Abrahams zum Midrasch, den er zwar zu würdigen weiss, aber sich doch auch ofc ablehnend ihm gegenüber verhält. Das tat aber Abraham nicht nur ausdrücklich in den' von E. angeführten Stellen fp. 39 bis 40. 70), sondern auch wo anders. So ist die Erklärung zu Ex. 19, 6 (p. 61: . . . ופשטיה דקרא אן בית -יעקב הם בני ישראל וכדר ז״לך זיאדו? ביאן ובסם אלף) gegen den Midrasch, nach dem. unter בית יעקב die Frauen, unter בני ישראל dageg.en die Männer gemeint sind, gericfftet. Der Kommentar Abrahams enthält auch Sprachliches (p. 4L 71), Yergleichungen mit dem Arabischen (p. 42; und Polemisches gegen Islam und Christentum fp. 43—44). Yon den angeführten Erklärungen sind besonders diejenigen interessant, wo Abraham bestrebt ist, verschiedene Vorschriften der Thora mit Gewohnheiten, die noch vor der Gesetz^ gebung bei den Erzvätern und deren Umgebung geübt wurden, in Verbindung zu bringen (p. 43—46; besonders zu Gen. 44,13). Yon den anderen Erklärungen sind besonders interessant die zu Gen. 22,14, 37,28 .36,15 .32,3 ־; Exod 11,7; gezwungen dagegen und zum Teil homiletisch die zu Gen. 27,28. 35, 18. 49,5; Ex. 15, 20. 30,12 — Im Einzelnen habe ich noch zu bemerken: p. 3 über Danielb. Saadja ha-Babli od. Daniel ibn al-Amschtita (nicht Amschati) und Samuel b. 1Ali vgl. jetzt meine Schrift Babyl. Geonim, p. 15 ff. — p. 10 über die Antwort auf die Frage des Josef b. Gersom (nicht Gerson) ib. p. 4:1 und Simonsen in d. Guttmann-Festschrift, p. 218 ff. —. p. 11 man kann nicht im allgemeinen sagen, dass im Mischne Tora kein warmer' Ton zum Durchbruch komme, man vgl. z. B. den Schluss von ,ה* עבדים ה׳ טומאת צרעת; ה׳ מתנות עניים und dgl. — p. 13 ־über die bekannte Yer- Ordnung Maimonides’ inbetrefif des Unterlassens des Leisesprechens der Tefilla s. jetzt das arab. Original des Responsums ed. Friedländer in JQR, N, S., Y, 1 ff. und Simonsen 1. c., 211 ff. — p. 25 n. 1 über die Versteigerung der Bibliothek des Abraham he-Ghasid ,(E. schreibt irrtümlich Hachasid) s. meine Bemerkungen ZHB 12, 112—114. — p. 30 Isak׳ b. Israel ibn Schuweich (nicht Schoweik) war Gaon in Bagdad und Verfasser mehrerer Pijatiin 1j, s. über ihn meine genannte Schrift, p. 42 ff. — p. 51 n. 5 über das Klagelied des Elazar b. Jakob ha- Firkowitsch will in Tschufut Kaie einen Pijut mit dem Akrostichon יצחק und mit der Ueberschrift פיוט לרבינו יצחק ראש הישיבה בר ר׳ ישראל סנגארי זצ״ל gefunden haben (s. אבני זברון, Vorrede, p. 28). Da nun das Wort סננארי verdächtig ist (s. Harkavy, Altjüd. Denkmäler, p. 272, n. 2), so ist das eher ein Pijut von unserem Gaon,