Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIX (1916)
- Issue
- 1/3 (Januar-Juni 1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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9 ~ tigung' in Schrötters Entwurf' hervoi tritt. Auch dass die Städteordnung von 1808 keine Ausnahmen für die Juden bestimmte, war ein , wichtiger Schritt. Andererseits beherrscht die Tendenz der Auflösung der jüdischen Nationalität auch die Judengesetzgebung. Napoleons I. Der Hinweis auf die westphäl. Gesetzgebung war Hardenberg durch Dav. Eriedländer (Freund, II, S. 835)- und Jacobsohn nahegelegt. Dies und manches andere hätte in der sonst verdienstlichen Arbeit Berücksichtigung verdient. L JEJ.] EICHRODT, W., Die Quellen der Genesis von Neuem untersucht. - (= Zeitschrift f. d. alttestamentl. Wissenschaft. Beiheft 31.) Giessen, Ä. Töpelmann, 1916. III, 156 S. 8°. M. 5,60. EPPENSTEIN; S., Abraham Maimuni, sein‘Leben und seine Schriften, nebst Proben aus seinem Pentateuchkon!n1entar. Berlin, Lamm, 1914. (1) u. 72 S. gr. 8°. [Abraham Maimüni war vor allem der Sohn seines grossen Yaters und . wurde, daher entweder unter- oder überschätzt. Er erbte von seinem Yater dessen vornehmen und milden Charakter, dessen Bescheidenheit, dessen Würden als Nagid und Arzt, dessen Liebe zur Wissenschaft, aber nicht dessen weiten Blick und nicht dessen alles durchdringenden Geist. Trotzdem sind •sowohl seine Persönlichkeit als auch‘seine literarischen. L.eistungen sehr beachtenswert und verdient er vollauf eine Monographie, die ihm hier von Eppenstein in reichlicherem Ma'sse als bisher /"aber nicht in möglichst erschöpfender Weise, wie E. p. 1 behauptet) zuteil wird1). Sie zerfällt-in zwei Abschnitte. In dem ersten, überschr.ieben ״Leben und Wirken Abraham Maimunis“ (p. 2—32), werden zunächst die vorhandenen biographischen Daten zusammengestellt, doch nicht vollständig.. So hätten die Worte ibn abu Osaibias (ed. Müller, 11,118; vgl. Steinschneider, Arab. Liter, der Juden, p. 221). hier ihren Platz finden sollen. Yon den Schriften Abrahams werden zunächst die beiden polemischen gegen Daniel ha-Babli behandelt. Die eine,ברכת אברהם, wird sehr gut charakterisiert, die andere dagegen, מעשה נסים, fast mit einem Satz abgetan (p. 7), wiewohl sie halachisch nicht minder wichtig ist. Die Responsen Abrahams (p. 9), zu denen noch das ed. Margulics (MGWJ 44,11) hinzuzufügen ist, behandeln nicht nur talmudische Gegenstände, sondern auch theologisch-philosöpbische. Ein solches, was bei E. ebenfalls nacbzutragen ist, zitiert der Muhammedaner 1?; ‘A!ä al־Dln al-MuivaUat in s. arab. Komm, zum ספר .המדע (JQR 13,502 : תלכיץ לרבי׳ אברהם בן הגאון רבי׳ ז״ל פי גואב מסאיל . . . בעד אלמות). Das bedeutendste Werk Abrahams ist ohne Zweifel das Kiiäb Kifäjat al-‘Abid1n, das sich nicht vollständig erhalten hat. Ein־Fragment davon ist noch in ms.Bodl. 2752 enthalten (s. mein Zur jüd.-anab. Literatur, p. 73) und ein anderes über Schlachtregeln ib. 2861 (s. ZiHB 10, 142'). E., der schon früher in derLewy- Festschrift einiges aus dieser Schrift ediert lind ins Hebräische übersetzt hat, handelt auch hier darüber ziemlich ausführlich (p 11—26) und gibt einige weitere, sehr interessante Proben, doch hätte er auch den Inhalt der erhaltenen Teile angeben sollen. Sodann hätte er Früher erschienen über Abraham zwei Monographien im J. 1898 : ein Schulprogramm von C. Werner und eine ungarische Dissertation von Bela Rapoport־; beide sind mir unzugänglich (über d. zweite s. ZlEB II, 49).