Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIX (1916)
- Issue
- 1/3 (Januar-Juni 1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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3 bedeuten. Es hat vielmehr seine natürliche Bedeutung und ist zu übersetzen: ״Du irrst [wenn du annimmst}, dass ,Gott seine Zusage dem Vollkommenen- (d. h. Jakob) geändert bat* so dass das umgekehrte stattgefunden hat, nämlich dass seine Nachkommen zerstreut wurden“. — Str. 71 ergänzt D. [מה רב ש(ירו, was keinen befriedigenden Sinn giebt. Es ist vielmehr [ש[נחו zu ergänzen, vgl. Str. 70: תיסיף בשבחו. — ib. ist auch zu ergänzen.ל]שואל בשמו בק[רב]ו], was an Num r. 4 Anf. erinnert: אמד הקב״ה ליעקב יעקב הרבה את יקר בעיני שכביכול קבעתי איקונים שלך ־ בכסאי ... הוי מאשר יקרת בעיני נכבדת וגו׳(vgl.. 111,19 הצופה מארץ הגר. IV, 32;. — Str. 72 ההלכים .1 תהלכים (vgl. D., z. St.', da ״Prozessionen“ (wie D. übersetzt) hier keinen Sinn gibt. — Zum Schluss will ich noch D. für seine schöne Gabe, mit der er die jüdische Literatur von. neuem bereichert hat, meinen herzlichen Dank abstatten. Möge es ihm gelingen, noch weitere derartige Funde aus den Schätzen der Geniza zu heben. ־ Samuel PöznxinsTcL] D0BR1NSKY, J., ״ מן המצורAus der Enge“.. 2 Kanzelredeu, (geh. zur Fropagierg. der 3.. Kriegsanleihe). Hrsg, vom Vorstände d. israelit. Tempel-Vereins für die beiden Gemeindebezirke Mariahilf u. Neubau ia Wien. Wien, R. Löwit, 1915. 22 S. 8°. M. 0,40. DUKAS, R.; Die Motive der preussischen Judenemanzipation von 1812 mit Berücksichtigung ihres Verhältnisses zu den Ideen der Judengesetzgebung der französischen Revolution. Berlin, L. Lamm, 1916. 65 S. 8°: M. 2,50. (Die zahlreichen, von I. Freund veröffentlichten Dokumente, ermögliehen einen Einblick in die Entstehung des Gesetzes vom 11. März 181*2. An dieses Material anknüpfend unternimmt es die Verfasserin, die Motive der preussischenJudenemanzipation zu prüfen. Die in der Literatur vorherrschende Meinung führt sie aut den Einfluss der Ideen der französischen Revolution zurück, demgegenüber unterscheidet die Verf. zwei Phasen der Emanzipationsversuche., deren zweite unter Har׳ denberg sich an die französische Ideeenwelt und die Gesetzgebung des Kgr. Westphalen anlehnt, während die Reformarbeiten der Zeit, die an den Namen Steins anknüpft,‘ damit wenig zu tua haben.־ Der letzte Satz wird an der Hand des Schrötterschen Entwurfs eines Judengesetzes (S. 18 ff.) und der darüber erstatteten Gutachten (S.*22ff.) eingehend erörtert. Zur Erhärtung des ersten dient vor allem die Uebernahme einiger Artikel des westphäl. Judendekrets in die Hardenberg vorgelegten Entwürfe (S. 57) und die Beseitigung einiger einschränkender Bestimmungen, die noch aus den früheren Reformvorschlägen stehengeblieben waren (S. 68 ff.). So richtig der Grundgedanke der Arbeit ist, dass die preussische Judenemanzipatiop nicht auf Grund einer abstrakten Gleichheitsidee, sondern als Staatsnotwendigkeit und in Berücksichtigung der bestehenden Verhältnisse betrieben und schliesslich vollzogen worden ist, so wenig scheint mir dio These der Schrift restlos bewiesen. Das Arbeitsgebiet ist auch zu eng abgesteckf, ganz ohne Berücksichtigung der allgemeinen Verhältnisse und der treibenden Persönlichkeiten lässt sich die״ Frage nicht lösen, die Motive greifen zu sehr in einander. So ist doch zu beachten, mit welcher Kleinlichkeit und Engherzigkeit in' den drei gescheitelten Reform versuchen die Rechte der Juden abgemessen werden (S. 12-ff.), und wie mit einem Male der Grundsatz der Gleichbereeh,