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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1916-01-01 · 1/3 (Januar-Juni 1916) · p. Seite 5

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XIX (1916)
Issue
1/3 (Januar-Juni 1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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der vcD über all seine Pfeile gegen die Tora, sich geholt hat (8. meine Studie, p. 24), auch die Kategorien seiner Einwände bleiben fast dieselben (8. ib., p. 18, u. D., p. 27—28). Nur in zwei Punkten erfahren wir Neues. Der eine betrifft sein Verhältnis zu nicht jüdischen Quellen, Dass Hiwi linter dem Einfluss der persischen Magier gestanden *hat, ist jetzt ziemlich bekannt und anerkannt, und D. konnte zu der von mir (p. TI, n. 2) verzeichneten Parallele aus dem oben erwähnten Shikand Gümänik Vijär noch eine hinztifügen (p. 82,'nr. c; nicht aber p. 80, nr. a, s. ob.). Vielleicht nennt ihn auch darum Saadja ibn Danän, der nicht nur aus Abraham ibn Daüd geschöpft zu haben scheint (8. D., p. 29. 103), מכשף, d. b.Magier. .*Weiter habe ich nachgewiesen, was D. nicht erwähnt, dass Hiwi unter dem Einflüsse arab. Ereidenker, wie ibn Räwendi u. A.. gestanden hat (s. meine Studie, p 21—22). Aber nun wird Hiwi in dem Fragment Saadjas der Hinneigung zum Christentum beschuldigt und dazu in 80 deutlichen Worten, dass gar kein Zweifel aufkommen kann. Nachdem es (Str. 50) heisst: אחרי זה אצתת שקר להמפיל. למצות לשלשת אל מרים־ ומשפיל, was auf Gen. 18,1—2 hinweist, und dann (Str. 51): גם אמרתה בי אבל בשר ולחם. ובקחתו שחד בישרו בפטר רחם, was auf ib. 8—10 Bezug hat, und nachdem Saadja diesen Einwand fast mit denselben Argumenten bekämpft wie in Emunot. Abseh. II (ed. Slucki, p 47, angeführt bei D., p. 86), wo er aber ausdrücklich ״gegen das Christentum polemisiert (ebenso z. B. Bechor Schor in 8. Komm. z. St.; vgl. auch noch Guttmann, Die Keligions- Philosophie des Saadja, p. 103 ff.), lesen wir weiter (Str. 54): אתה ידעת את כל הרעה אשר ידע לבבך. כי אדניך נאכל ונשתה ונשרף ויאובך. לכן ביקשת להפוך זה על יריבך וכד, was doch nur, wie D. richtig bemerkt, sich auf die Eucharistie beziehen kann (ונשרף in der Bedeutung tou כהן שדעתו יפה שורפה חיה). .Wie ist nun diese Tatsache zu erklären*? Hat er wirklich manche christliche Dogmen angenommen1) und wurde’er vielleicht deswegen nicht nur von Rabbaniten und Karäern, sondern auch* von einem Sektirer, wie Abu Imrän al-Tiflisi (D. schreibt irrtümlich Abu ‘Amrän al-Taflisi und macht ihn zu einem Karäer; s. p. iö, n. 16. 18. 82) angegriffen? Umsomehr muss es Wunder nehmen, dass Hiwis Werke oder Anschauungen in jüdische Behüten Eingang gefunden haben2). Der andere Punkt betrifft das Verhältnis Hiwis zur talmudisch-midraschischen Literatur. Für die am Schlüsse des III. Abschnittes d. Emunot enthaltenen 10 Einwände, die abef meiner Ansicht _ nach nur zum Teil Von Hiwi, herrühren, hat Guttmann (Monatsschrift 1879, p. 263 ff.) Parallelen in dieser Literatur gefunden. Aus unserem Fragment aber erfahren wir, dass Hiwi hei manchen Einwänden den 1y Auch der Sektirer Meswi al־Okbari, ein Zeitgenosse Hiwis, wurde des Uebertritts zum Christentum beschuldigt, s. REJ 84,180. 2) Die Worte Abr. ibn Dauds: ... ואחד מהם חיוי אלכלבי אשר בדה מלבו תורה ותעיד רב סעדיה שהוא ראה־ מלמדי תינוקות מלמדים אותה בספרים ובלוחות וכר habe ich (in meiner Studie, p. 25) auf eine von Hiwi veifasste, seinen Anschauungen gemäss gesäuberte Bibel bezogen, die dann bei Schullehrern in Gebrauch war. D. (p. 31) widerspricht dieser Auffassung und glaubt, dass anstatt בספרים ובלוחות ursprünglich (in der Quelle Abr.. ihn Dauds?) zwei Städte oder Distriktegestanden haben. Beweis hierfür seien die Worte Saadja ibn DaDäns: והעיד מלמדים תורת חיוי הכלבי (sie!) רבעו סעדיה ז״ל שראה מלמדי תינוקות בערי אלבלך בבבל יש״ע ובו,. Aber kann diese augenscheinlich korrumpierte Stelle als Beweis gelten? und konnten die ketzerist hen Ansichten Hiwis ,Kindern vorgetragen werden?

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