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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1916-01-01 · 1/3 (Januar-Juni 1916) · p. Seite 4

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XIX (1916)
Issue
1/3 (Januar-Juni 1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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also nicht •allmächtig sei. , Str. :5—6 sind eine Art Einleitung zu dem in Str. 7—9 enthaltenen Einwand, bilden also zusammen eine Frage und sind. nicht in drei (2—4 bei D.) zu zerlegen. Die Fragen 5—14 sind demnach als 4—13 zu nummerieren, während Str. 30 eine besondere,, sich an Gen. 8,21 anlehnende Frage enthält, d. h. warum hat Gott den bösen Trieb nicht .abgeschafft (על יצר הרע דרשת למה לא העבידו)? während Sir. 19 sich an 6,5 anschliesst und hier die Frage gestellt wird: wozu bat Gott überhaupt böse Gedanken in das Innere des Menschen gesetzt (ועוד אמרת מחשבות און בו ייסד; danach ist D־., p. 47, n. 119, zu berichtigen). Zugleich sehen wir aber, wie!Hiwi seine Einwände geordnet hat. Er hielt sich an der Reihenfolge des Pentateuch, doch knüpfte er manchmal an: eine Stelle auch verwandte Fragen an. So behandelte er aus Anlass der Tötung Abels die Fragen: warum leiden die Menschen (Str. 10—11)? warum leben sie nicht ewig (Str► 12—15)? und warum ist der Mensch eine Quelle der Verunreinigung (Str. 16—18)? 1). Weiter ergibt sich aus unserem Fragment die allerdings schon früher bekannte Tatsache, nämlich dass Saadja bei vielen Ausführungen in .Emunot die Einwände!Hiwis vor Augen hatte (s. die Belege bei D., p 85 — 94). U. a. zeigt sich, dass in den zwölf Einwürfen am Schlüsse des 3. Abschnittes nicht nur der 5. u. 6., sondern auch drei weitere (4, 7 u 11) von unserem' Ketzer herrühren. Ob wir aber trotzdem berechtigt sind, mit. D., •der in dieser Hinsicht Graetz und Guttmann folgt2 *), anzunehmen, dass alle 12!Hiwis Einwändo wiedergeben? Ich glaube trotzdem, meine Beweise gegen diese Annahme .(8. meine Studie, p.;19—20) aufrecht halten zu können und glaube, dass Saadja hier allerlei zu seiner Zeit von verschiedenen Seiten gemachte Einwände gegen die Göttlichkeit der Tora, und ihre Giltigkeit zusammengestellt hat. Besonders bleibt doch der Umstand bestehen, dass Saadja selbst den ersten Einwand einem Ketzer zuschreibt (... פאקול לעל בעי} אלנאס יקצר ען אלחמסך בחרא אלבתאב אלף j hebr. ... ואומר אולי קצת בבי אד^ן מקצרים להחזיק בספר>הזה וכח), den zweiten aber einem anderen (ואלב׳ לעל אצר יקצר בה אלף; hebr. והשני אולי אחר. מקצר מהחזיק בו ובו׳). — W enn wir also einerseits nur diese drei neuen Einwände in Emunot berücksichtigen, andererseits nr. 9 bei mir, trotz ihrer Aehnlichkeit mit Frage 16 bei D. (s. ob.), als besondere zählen^ so bekommen wir insgesamt 44 Fragen (31 + 3 + rieht 48 (wie bei D., p. 23—26), d. h. etwas mehr als 5/ב des ganzen. Trotzdem bleibt das Bild, das wir bisher von Hüwi hatten, wesentlich dasselbe. Er bleibt weiter der 'systemlose Ketzer, *) Möglicherweise, hat Hiwi seine Ein wände nur gegen den Pentateuöh ,gerichtet, so dass nr. 1Ö bei mir (den Widerspruch zwischen I Kön. 7,13—14 und II Chr. 2,13 betreffend) ebenfalls ans Anlass irgend eines Widerspruchs im Pentateuch angebracht war (auf einem solchen von Hiwi heryorgehobenen Widerspruch zwischen Gen. 15,5 [nicht 22, 17] und Deut. 7, 7 Wird auch in unserem Fragment, Str. 43, geantwortet). Eine Reihe solcher Widersprüche in der Bibel werden auch in Sifre. Num. §42 (fol. 13 a) hervorgehoben und vielleicht haben auch sie Hiwi als Quelle gedient, s. JQR, N. S., 111,413. 2) Graetz (Geschichte V4,634) uncLGuttmann (Monatsschrift 1879,263 ff.) nehmen allerdings an,' dass nur die ersten 10 von Hiwi herrühren, während in den letzten zwei nach ihnen Saadja sich gegen mnhammedanische und •christliche Polemiker wendet (s. besonders Monatsschr, 1. c., 298). Darin muss ich aber D. Recht geben, dass auch die letzten zwei, von jüdischen Ketzern herrühren, da nun Saadja auch beim elften ausdrücklich die ״Ketzer,אלכפאר). ״ הכופרים) erwähnt.

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