Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XVII (1914)
- Issue
- 4/6 (Juli-Dezember 1914)
- Date
- 1914-07-01
- Page
- Seite 100 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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100 (ן,. XI—XIII). Ilior konnte ich mich kurz fassen, weil erstens von diesem nur wenige Koste seiner Exegese sich erhalten haben, und weil ich zweitens diese Koste bereits in einer besonderen Monographie goaammolt und allseitig beleuchtet habe (סתרוני רבי מנחם בר חלבי, Warschau 1904; s. diese Zeitschr. VIII, 67). Der auf ihn folgende Raachi (p. XIII—XXII) wurde schon so oft behandelt, dass ich mich auch hier mit einer Hervorhebung der charakteristischen Eigentümlichkeiten begnügen konnte, also vor allem über Bein Yerhliltnis zur Agada, übor seine hervorragende Beobachtungsgabe und die Verwendung alles Oesehenen und Beobachteten zur Erklärung des Schriftworteg (worauf besonders Borliner aufmerksam gemacht hat) und dgl. Hieran schliessen sich zwei Exegeten an, die Rasch is Kommentar mit O10380n versehen haben. Der eine ist soin Schüler und Sekrotiir Scliomaja (p. XXII— XXIII), mit dom Kaschi besonders den Komm, zu Ezechiel durchgogangen, der aber sonst mehr als Talmudist bekannt ist. Der andere dagegen scheint sich ausschliesslich mit der Bibel beschäftigt zu haben, .weswegen auch sein Namen, Josef Kara (p. XX1JI—XXXVIII; andere Erklärungen des Namens קרא scheinen mir unbegründet zu sein). Beim Pentateuch hat sich Kara mit Glossen zu Kaschi begnügt, dagegen hat er die Propheten und Kagiographen wohl vollständig kommontiert, doch haben sich nicht alle Kommentare erhalten. Diese Kom• montare um deren Edition in letzter Zeit sich besonders Epponateiu verdionötlich gemacht hat, musBten erst in bihliographiHchor Hinsicht an&lysirt werden, denn mancho von ihnen (Ezechiel und vielleicht auch die zu don XII kl. Proph.) sind von soineu Schülern redigirt worden, andere wiederum (Josaja, Hiob, Echa) existieren odor existierten in zwei Kozensionen. Im Verhältnis zum Dorasch ging er übor Kaschi, von dem er sonst sehr abhängig ist, weit hinaus. Kara stellte auch viele exegetische Kegeln auf und zeichnet sich durch ,seinen schönen, flüssigen Stil aus. - Der grösste nordfranzösische Exoget war ohne Zweifel Samuel b. Meir (p. XXXIX—XMX), über dessen Verhältnis zu seinem Grossvator er sich ja in der bekannten Stelle zu Gen. 87,2 außspricht. Er huldigt dem Peschat auch der Halacha gegenüber und schlickt auch vor Kühnheiten, wie z. B. zu Gon. l,f> und Ex. 13,9 nicht zurück, wie er auch Kaschi gegenüber soine Selbständigkeit bowahrt. Er verstand 08 auch öfter, ala seine Yorgängor in die leinston Eeinhoiton des Schriftwortes einzudringeu und den Sinn zu ermitteln. Er war auch der erste nordfranzösische Exeget, der von seinen Disputen mit Christen spricht (bekanntlich polemisiert er auch gegon die Vulgata; vgl. auch Geiger in Breslauers Deutschen Volks-Kalender auf 5611, p. 86—39). Erhalten ist nur, aber ebenfalls nicht vollständig, der Komm, zum Pentateuch, doch hat S. b. M. auch andere biblieche Bücher kommentiert, die hauptsächlich aus Zitaten in Abr. b. Asrielo ערוגת הבושם bokannt sind. Dieser Abraham ist auch die eindge Quelle für den spät entdeckten Bruder Samuels, für Salomon b. Meir (p. L— Ll)v dessen , Existenz lange bezweifelt wurde. Er mus3 ein hervorragender Exeget gewesen sein, da er in mg. de Kossi 181 אבי הדיירגים genannt wird, doch genügen die wenigen erhaltenen Zitato nicht, um ein Urteil über seine Leistungen fällen zu können. Der bprühmtesie unter den Brüdern war der jüngste Jakob b. Meir, mehr bekannt ala Babbenu Tarn (p. LI -LV), der sich ebenfalls mit Bibelexegeae beschäftigt hat. Sein Komm, zu Hiob wird von zwei anonymen Kommentatoren in diesem Buch (ed. Wright u. od. Sulzbaeh) zitiert