Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1914-01-01 · 1 (Januar-Februar 1914) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XVII (1914)
Issue
1 (Januar-Februar 1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2254995-7599522-7600244--3352-2258203
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

8 Geschichte dos jüdischen Gottesdienstes in seiner Entwicklung von den ersten Anfüngeu bis auf unsero Tuge; der dritte endlich ist der Organisatiou des jüdischen Gotto.1dio»Htos gewidmet, ״er hchandolt die iuiBioron Erfordern!’««« dos Gottesdienstes, die Gebäude und ihro Einrichttm!/, die Gemcindo, ihre Verwaltung und ihre Beamten, sowie deren Tätigkeit beim Gottesdienste.“ Wiilirond jedes Kapitel an Hoinor Spitz« oiuo kurze Angabo der wichtigsten, auf dasselbe bezüglichen, Literatur tragt, ist das Eingehen auf Einzelheiten den musterhaft geordneten Anmerkungen am Schlüsse des Bandes Vorbehalten, die allos Nötige in wohltuender Kürze bieten. Es sei mir nun gestattet, einige Bemerkungen, die ich bei dor Durchsicht des Klbogenschon Werkes notiert habo. dem Verfasser und unserem Leserkreise veranlagen. 1) S. 24. Ich woi-ss niclit, oh E. gut daran tat, seine Ausführungen in 8 t u d i e n 8. 1 8 f. über den dritten Teil des קריאת ״גמע in dieses Buch horüberzunehmen. Bei dom inuigen sprachlichen und sachlichen Zusammenhang© dos zweiten mit dem ersten Abschnitte des יגמע darf ei sicherlich nicht auffallen, dass das Stück aus Num. als drittes erscheint, wenn man auch annimmt, dass alle Teile gleichzeitig aufgenommen wurden. Dass man von ויאמר in Palästina A hon da nur den Sehlussatz noch im 9. «Jh. sagte, beweist gar nichts, da es sich um eine halaehisch• AulVassung handelte, die mit dem Aller der Einrichtung an sich nichts zu Hohitifon hat, zumal ja über den Gebrauch des Stückes im Morgangotteadiomno keine Diskussion bekannt ist. Glaubt übrigens E. wirklich, dass die ersten Abschnitte in dio Liturgie aufgenommen wurden zu einer Zeit, als man aus ihnen ,die Vorschritten für das Anlegen der Toffillin und das Anbringen der Mesum0 11 ״ c li nicht hergeloitot hatteV 2) 8. 29. Auch wenn mau — was nicht zu empfehlen ist — den Eyuinus im hobr. Sinuli f»l, 12 fg. für echt halt, kann man das מקבץ גדחי ישראל ebenso wie בונה עירו ומקדשו natürlich nur als Dank für bereits Eingetroffenes, nicht aber wie in der Telilla als Uobet au!fassen. Warum «oll מהרה הקבל ברצון nicht bedeuten kömien: wieder in Gnade aufnehmen, ho dass wie im Vorhergehenden der Opferdionst als nicht mehr ׳bestellend erschiene? auch daa Gebet konnte nach ihrer Aullassung ־- nur im Tempel auf vollo Krborung rechnen. Es erscheint mir auch sehr gewagt anzunehmen, dass ברך עלינו mit seiner Bitte für das Gedeihen der Landwirtschaft, in die Zeit der römischen Vorherrschaft niclit passe. Wenn diese Bitte— wie natürlich —־ Palästina im Auge hat, so darf man 08 nicht ״ohnejoden Uebergang“ (8. 30} linden, wenn darauf Bitten nationalen Inhaltes folgen. Gerade ברך mit seinem nationalen und zugleich persönlichen lnhalto ist eine vortrcflliche Brücke von den vorangehenden persönlichen zu den folgenden nationalen Gebeten. Das לחרותנו in תקע beweinst doch, dass es sich um Sammlung der Diasporen (8. 33) allein nicht haudelu könne (vgl. übrigens 8irach 36, 13). Ebensowenig überzeugt uns, was S. 34 über השינה שופמינו gesagt wird; es wird wohl nicht von Richtern und Gerichten gesprochen, sondern von Behörden im allgemeinen, e» soll demnach nicht ein Bild aus der messianischen Zeit ansgedrückt werden, sondern lediglich die Bitte, dass unserVolk wieder eigene, gerechte Behörden erhalte, so dass dor Zusammenhang mit der vorhergehenden Kulogie ein stärkerer ist als mit der folgenden. 3) S. 74,2: Es wäre vielleicht zu bemerken gewesen, dais Alfasi und RAS auch in Ber. p. 81 a דברים leson; möglicherweise ist בקשה nur ein erklärender, dem Vorhergehenden entnommener Zusatz. 4) S. 76,6. Es ist bezeichnend, dass auch die I alaschas das ברדב Fasten zu habau scheinen. 6) S. 78. ln dom seph. Siddur heisst es in den Zusätzen zum תחנון:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.