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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1913-01-01 · 1 (Januar-Februar 1913) · p. Seite 30

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XVI (1913)
Issue
1 (Januar-Februar 1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 30 (sequence 30)
Language
German
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als Beispiel beständigen, durch Rechtlichkeit verdienten Glückes genannt sind. Die ersten sechs Nummern haben unverfälschten orientalischen Charakter und erinnern an die Märchen von Tausend und Eine Nacht. No. 3 (7b— 10b) hat zum Helden einen Zimmermann, der in alten (biblischen) Zeiten in Jerusalem wohnte, Namens Abraham und seinen Gesellen Ephraim aus der in der Nähe Jerusalems befindlichen Gartenstadt En ged i, — Besondere ׳ Aufmerksamkeit verdient No. 6 (15b—17 b),׳ deren Ueberschrift lautet : אל נקמות ה׳ אל נקמות הופיע (P8. 94,1). Der Inhalt ist kurz folgender: Ein reicher jüdischer Wechsler wird von einem nichtjüdischen Karawanengenossen umgebracht und beraubt. Vor seinem Tode erblickt der Unglückliche einen auf einem Berge sitzenden Vogel (der nicht mit. Namen, sondern nur als zu den essbaren Vögeln gehörig bezeichnet wird). Er ruft den Vogel zum Zeugen der bevorstehenden Mordtat an und fordert ihn auf, sein Blut an dem Mörder zu rächen. Der Mörder hört lachend־ diese .Worte und vollzieht' die Untat. Er gelangt durch die geraubten Schätze zu grossem Reichtum und Ansehen und wird schliesslich vom König zum Vezier ernannt. Da geschah es-eines Tages, dass vom Hofköch ein besonders schönes Exemplar jener Vogelgattung, zu welcher der vom Ermordeten als Zeuge angerufene Vogel gehörte, auf die königliche Tafel gebracht wurde. Der Vezier erinnert sich jener Anrufung, die er mit Lachen angehört hatte und lachte unter dem Eindrücke dieser Erinnerung auch diesesmal. Der König befragt ihn nach der Ursache und er ist gezwungen seine Mordtat einzugestehen, wobei er daran denkt, dass er ja mit Erlaubnis des Königs ungestraft viele Menschen habe töten lassen, der König also ob der Tötung eines Juden ihn nicht strafen werde. Aber es kam anders. Der König befahl, dass Haus und Hof und das ganze Vermögen des Veziers den Hinterbliebenen des Ermordeten gegeben werde und liess dann den Mörder an der Türe seines ehemaligen Hauses aufknüpfen. ״Alle, die es hörten, staunten ob des Wallens der göttlichen Vorsehung‘‘ (טלי מרדום שודדה דדיראן טאנדן דר השגאחאיי(1 קכ״ה). — Es ist das Motiv der ״Kraniche des Ibycus“, aber in einer Gestalt, 'welcher die in der Nöte zu No. 115 der Grimm’sehen Kinder- und Hausmärchen (Die klare Sonne bringts an den־ Tag) mitgeteilte Erzählung aus einer Geschichtssammlung des 14. Jahrhunderts2) sehr nahe steht: ״Der König versprich! dem Juden, der viel Geld bei sich trägt, Geleit durch einen un-!) Persische Schreibung und Abwandlung von השגחה. 2) Diesen Nachweis verdanke ich der FreundlichkeitDr. Bernhard Mellsrs.

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