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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1911-11-01 · 6 (November-Dezember 1911) · p. Seite 172

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XV (1911)
Issue
6 (November-Dezember 1911)
Date
1911-11-01
Page
Seite 172 (sequence 12)
Language
German
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172 unbekannt geblieben ist). Jedenfalls hat sie also der Anonymus einer mittelbaren Quelle entnommen1). Josef Kara ist der am öftesten zitierte Autor und wird sein Komm, als p״n (= פירוש קרא) angeführt und nur zweimal (zu 39,1 u. 40, 3) als שק קרא*?. Er ist auch ziemlich oft ohne Nennung des Namens benützt und kann durch ihn die Edition des Kara manchmal berichtigt werden (8. p. 71 n. 4, p. 76 n. 6, p. 81 n. 4 usw.). Samuel b. Meir wird nur zweimal (zu 40,16. 31) angeführt und wird durch die zweite Stelle die Ansicht, als ob die Ergänzung zum Raschi* Kommentar von 40,25 ab von S. b. M. herrühre (8. Rosin, RSRM als Schrifterklärer p. 16, vgl. auch dessen Vorrede zu 8. Ed.tion d. RSBM p. XX n. 1) von Neuem widerlegt. Sulzbach identifiziert mit S. b. M noch die hier angeführten ד׳ שמואל דייקן und רש״ם, aber mit Unrecht. Der erstere wird zweimal (zu 37^23 u. 38,87; s. Zunz p. 109) zitiert und von Steinschneider (ישרון V, 146; vgl. 8. Verzeichnis d. hebr. Handschr. in Berlin I, Nr. 118) mit dem Autor der דייקות in Ms. Berlin und mit dem von Mose Nakdan in דרכי הנקוד (ed. Frensdorff p. 2. 5) angeführten ר, שמואל הנקדן identifiziert (vgl. noch JQR. 1,183; 11,323 ft. 626; VI, 364) und ist es jedenfalls nicht S. b.M. Häufiger wird רש״ם angeführt (zu 36,83 [wo ebenfalls רש״ם und nicht wie bei Dukes ,41,10;82 .23.24 ,40;23 .10 ,39; [ר׳ שם) und soll darunter nach Zunz der im שבלי הלקט zitierte ר׳ שלמה מטדאני gemeint sein, doch ist dieser, wie Sülzbach richtig bemerkt, nicht als Exeget bekannt. Jedenfalls ist auch er nicht mit S. b. M. identisch, wie Dukes annimmt (darnach ist auch Rosin, 1. c., p. 16 n. 6, zu berichtigen), vielmehr dürfte darunter irgend ein nordfranzösisch er Exeget gemeint sein. Yon besonderer Wichtigkeit sind die Zitate aus Jakob Tarn (36,22. 83; 37,16; 38,14.28; 40,3.81 u. 42, 6 [hier לשון ת״ם]; auch in 41,4 ist ohne Zweifel סר״ת anst. פר״ח zu lesen). Sie zeigen von Neuem, dass Jakob Tarn gewiss einen Kommentar zu Hiob ■verfasst hat, was ich schon früher aus den Zitaten in dem Anonymus ed. Wright geschlossen habe (s. meine Abhandl. Un Commentaire sur Job, p. 16 ־■* Rjfej 62,64). Auch dieser Anonymus ed. Wright ist vielleicht von unserem Anonymus benützt worden. In der vom Herausgeber ganz missverstandenen Stelle zu 36,2 heisst es nämlich: ...*כחד לי זער ואחה ותירגם רב' יוס,2) אמתין לי *יבחר. ואתון•/ הכל תירגם (תרגום.1) הוחל לי מעט ואגידך, d. h. alle drei Worte dieses Verses: זער ,כתר u. הוה* sind aramäisch und bedeuten: ״Warte ein wenig und ich werde es dir sagen", .und ebenso wörtlich in ed. Wright p. 102: כתר לי זער ואחוך. הכל תרגום הוחל לי מעט ואגידך (vgl. dazu meine Abhandlung 1. c. p. 12 ==־ RtäJ 62,60), dagegen ist der Wortlaut in Raschi und bei Kara (auf den sich Sulzbach beruft) ein etwas anderer. Auch die Erklärung von 11,1 ניבÖ als ״reden“ (ואיש נבוב/ ואיש דברן שגובב בכעס לבבו כמותך... נבוב ל׳ מלל כמו בורא ניב שפתים וכו) fand ich nur bei dem Anonymus ed. Wright, der sie allerdings im Namen des Eliezer aus Beaugency anführt (p. 83: /ואיש נבוב רו*ח לו׳ אפי' איש נבוב שהוא מלא ניב ובעל דברים ... זה רך ר׳ אליעזר). Endlich heisst es zu 38,11: ור> מאיר מלתויינא אמר לי וכר, der aber sonst ganz unbekannt ist. Zunz liest nun מלו*י*א, was Gross (Gallia Judaica 291, nicht 201) mit Lisieux in der Normandie identifiziert. Es ]) Bei Josef Kara, der Donolo in s. Hiob-Kommentar einige Mal zitirt (26, 7.14; 37,9 u. 38,32), findet sich Derartiges nicht. 2) D. h. רבי יוסף, der als Autor des Targum gilt, und daher nicht mit dem Herausgeber in ר, יונתן zu emendieren.

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