Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XV (1911)
- Issue
- 2 (März-April 1911)
- Date
- 1911-03-01
- Page
- Seite 41 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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41 sterdain in den Handelingen aufgenommen und und auch als Sep.- Abdr. erschienen. ([Leiden 1910.] 8°. 13, (3 bl.) pp.). — Das sechste Kapitel [S. 167—168] handelt über Uriel da Costa. Hierbei bringt der Verfasser-eine neue, höchst interessante Mitteilung aus dem Livro dosTermos da Imposta, da nagao des port. Archivs. Darin wird unter dem-30 del homer 6383 [15. Mai 1628] durch Samuel Abarvanel, Bin- •hamin Israel, Abraham Curiel,: Joseph Abeniacar,* Bafael Jesurum und J&gob •Franco, die,,SennoresDeputados da nagaö“, der Cherem über Uriel Abadot [zweifellos Uriel da Costa] verzeichnet. Darin steht die überraschende Mitteilung, dass er wegen seiner ״falsas e hereticas contra hossa santissiina lei pellasquais ja em AirburgO e Yeneza foi declarado por herege e eceömungado“ und nun in Nachfolge auch, da er ״persiste ein 8ua: maldade e falsas opinioes“ auch in Amsterdam in den Bann getan. Wenn es nun auch zweifellos ist, dass die von J. Perles in der Monatsschrift XXVI, 193—218 und Güdemann, ibid. 327—329, wie Grätz in einer Note daselbst S. 329 bereits sagt, angeführten Responsen nicht auf Uriel da Costa schlagen können, wird man doch vielleicht Johannes Müller in seinem Judaismus [ich besitze eine ״Neue Edition״ Hämbürg 1707, nach der ich zitiere, weder Meinsma noch Mendes dos Hemedios, konnten das Buch finden] p. 59 [auch auf S. 1160 erwähnt Müller nochmals Uriel da Costa.] ״Als vorgedachter Uriel Jurista einSaduceer dieses Ortes sich aufgehalten, haben die anderen Juden ... ihn eyfrig verfolget“ als wörtlich auf Hamburg auffassen müssen. Der ganze Tenor des von M. d. R. publizierten Stückes weisst wohl darauf, dass damals, Anfang 1623, Uriel da Costa noch nicht lange in Amsterdam war. Die zahlreichen Biographien da Costa’s müssen nun alle wohl grossen Veränderungen unterworfen werden. Mendes dos Remedios hat׳ hiervon wenig gemerkt, denn er druckt auf Seite 162, aus einem handschriftlichen Blatte der Bibi, des port. Seminars [früher Cat. D. H. de Castro A’dam 1899 n. 666], eine port. Liebersetzung des städtischen Urteils über die Kaution für die Freilassung da Costa’s mit dem Datum ׳;,Acta 11 de Maio 1621“ ab. Logischer Weise muss natürlich dies nach 1623 stattgefunden haben. In Meinsma’s Spinoza und zyn kring, Beilage 1, hätte 31. d. B. den ursprünglichen Text mit dem Datum 1. Mai 1624 gedruckt finden können.1) In diesem Stück wird als Name angeführt ,;Uriel da Costa alias Adam Bomez.“ In einem anonymen Stück, es war aber von D. H. de Castro, dem Autor der ״De Synagoge“ u. ״Keur van Grafsteenen“, im Amst. Handelsbl. vom 15. Nov. J881 wird dieses Adam Bomez, als אדם רמז Mensch-Wurm, eine .ganz unmögliche Erklärung, aufgefasst. Bereits in einem im Febr. 1895 gehaltenen Vortrag habe ich vermutet, dass es einfach eine Yerhörung des Gerichtsschreibers ist und nicht Bomez, sondern Gomez heissen muss• Die Nämensverbindurig da Costa Gomez ist von altersher und noch jetzt vielfach zu finden. Theophilo Braga in seiner Vorrede zu Uriel da Costa: Espelho da Vida humana versäo de A. Epiphanio da Silva'Dias. [Lisboa, -Imprensa Lucas, 1901. 8°. 86 pp.J wil Uriel da Costa mit Dr. Gabriel da Costa, von dem er viel aus den Akten der Univ. Coimbra mitzuteilen weiss, identifizieren. Dieser ist 1664 als Sohn von Jorge Gomes und Inez Alvares geboren. Das frühe Ge burt&jahr und viele andere Umstände machen nun diese Gleichstellung, der auch Mendes dos Bemedios S. 164 entgegentritt unmöglich, und -ן) Auch bei Meinsma ist das Datum falsch, es muss ״lestenu also 31• Mai 1624 heisseü•