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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1911-03-01 · 2 (März-April 1911) · p. Seite 40

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XV (1911)
Issue
2 (März-April 1911)
Date
1911-03-01
Page
Seite 40 (sequence 8)
Language
German
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40 Livraria Montezinos, sowie der Rosenthaliana mit grossem Entgegenkommen zugänglich. Das städtische Archiv,, wird nur einmal über etwas nebensächliches erwähnt und ,auch die'gedruckte Literatur ist dem Verfasser nicht genügend bekannt. Dadurch bringt das Buch sehr wenig Neues und. wiederholt vielfach Öfters verbesserte Fehler. — Nach einer Einleitung über die genannten Bibliotheken, erzählt M. d.R. im ersten Kapitel [S. 9—18] die Geschichte der ersten Marranen m>Ämsterdam und der Talmud Tora, beinahe ganz nach de. CastroV Synagoge, ohne dessen Fehler zu verbessern. Im zweiten Kapitel [S. 19—34] wird über die Vereinigung der 3 Gemeinden und die Erbauung der grossen Synagoge berichtet, hierbei werden einige noch nicht pubUzierte, aber unwichtige Aktenstücke abgedruckt Im dritten Kapitel [S. 35—64] wird das Vereinsleben in der Gemeinde besprochen und aus dem Jahrbuch Amstelodamum 1902, die Liste der Vereine der Sephardim in Amsterdam vor dem. Jahre 1800, gekürzt — ohne die Quellenangaben — abgedruckt ohne dieselben mit dort vergessenen zu ergänzen. Ueber einige Vereine wird dann ausführlicher gesprochen, einiges aus Isaak de Pinto’s Reflexoens politicos in extenso mitgeteilt [siehe über de Pintoauch L. Hühner in Publ. Amer. Jew. hist. Soc. XIII (1905) p. 113—126]; S. 52 in einer Note kurz die portugiesischen Juden in Brasilien erwähnt, über die um nur etwas zu nennen aus den Acta der Classis .Pernambucensis vom Jahre 1636 ab, ' die in der Chronik des Hist. Genootschap Utrecht, XXIX, 1873—1874 publiziert, viel Material zu bringen gewesen (siehe die interessanten Mitteilungen daraus bei Prof. L. Knappert im Tijdspiegel 1907, III, S. 385 u. 386), und zum Schlüsse ist die Anzahl der Juden statt aus offiziellen statistischen Publikationen nach Le Hollande Ed. Larousse gegeben. Das nächste Kapitel [S. 55—148] über das intellektuelle Leben, fängt mit einer vollständig ungenügenden Mitteilung über hebräische Drucke in Portugal an, ist aber dann das interessanteste des ganzen Buches; Wir erhalten eine Biblographie der in portugiesischer Sprache gedruckten und soweit in genannten Bibliotheken vorhandenen handschriftlichen Judaica. Die Titelangaben sind ausführlicher als bei Kayserling. Das Ganze nach Autoren geordnet. Leider geht aber die Biographie der Autoren ganz leer aus und gerade hier hätte der Verfasser ein dankenswertes Stück Arbeit liefern können zur Ergänzung der im allgemeinen.ja guten, aber sehr kurzen Artikel Kayserling’s in der Jew. Encyclopedia. Manchmal werden auch aus MSS. kürzere Stücke abgedruckt. Die genaue Beschreibung Franco Mendes Memorias ist oben schon erwähnt. Auch aus Paiva’s Noticios dös Judeos de Cochim werden längere Zitate gegeben, ohne dass dem Verfasser Elkan Adlor’s Studien darüber bekannt. Auch bei Samuel da Silva’s Schrift gegen Uriel da Costa weiss der Vf. rieht, dass Joaquim de Aranjo in seinen Judeus Portugueses. Notas de Bibliographia. Famalicao 1901. 8°. S. 4 u. 5 ein in seinem Besitze befindliches Exemplar dieser seltenen Schrift beschrieben hat. Es wären hier auch wohl noch in anderen Bibliotheken oder in Privatbesitz befindliche MSS. von Werken port. Juden in Amsterdam zu ergänzen. Das fünfte Kapitel [S. 149—155] handelt über das Ladino, wobei Proben in hebräischen Buchstaben. Es sei hier gelegentlich erwähnt, dass auf dem sechsten holl. Philologen-Kongress (1910) in Leiden W. Davids einen Vortrag hierüber gehalten, der unter dem Titel: Bijdrage tot de Studie van hef Spaansch en Portugeesch in Nederland naar aanleiding van de pyerblyfselen dier talen in de taal der Porfugeesche Israeliten te Am-

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