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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1911-01-01 · 1 (Januar-Februar 1911) · p. Seite 23

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XV (1911)
Issue
1 (Januar-Februar 1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 23 (sequence 23)
Language
German
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t'e r 1 i c h e r Herkunft gedacht werden muss. Mit der!Leugnung der davidischen Herkunft des Messias hängt eng zusammen die merkwürdige Kritik, die an König D a v i d geübt wird. Als Argument gegen die Polygamie wird (5,1) das Verbot in Deut. 17,17 (ועל הנשיא כתוב לא ירבה לו נשים) zitiert. Dann heisst es weiter (5,2—6). ״David selbst aber las nicht im Buche der Thora1), das in der Lade verschlossen war; denn sie wurde nicht geöffnet seit dem Tode Eleasars und Josuas und der Aeltesten2), weil [die Israeliten] den A starten dienten3) so blieb es vor borgen und wurde nicht eher offenbar, als bis Zadok erstand. Davids Handlungen verheimlichtem sie 4) mit Ausnahme der Begebenheit vom [vergossenen] Blute Urijas, Gott aber überliess •sie ihm“. Hier ist also David, der die Thora gar nicht kannte, dem Haupte der Aharoniden Zadok, der die Thora aus ihrer Verborgenheit hervorzog und zur Geltung brachte, entgegengestellt und damit auch verstündlich gemacht, warum der künftige Messias kein Davidide,’ sondern ein Aharonido sein soll. Unter jenem Zadok aber, dem gleichsam die Rolle Esras zugeschrieben wird, ist schwerlich der Zeitgenosse Davids gemeint, da aus dem Zusammenhänge des Passus hervorgeht, dass dieser Zadok in einer nach David folgenden Zeit wirkte. Was hier als Zadok’s Verdienst berichtet wird, entspricht dem, was das Buch der Könige von Chilkija erzählt (II. Kön. 228 ,־); und der Gedanke liegt nahe, dass anstatt Chilkija’s zu Ehren des Hanaöns der ״Zadoksöhne“ ihr Ahne Zadok genannt wird. Nach I. Chron. 5,38 hiess auch der GrossvaterChilkijas Zadok. Ich bemerke noch, dass auch die oben erwähnte Bezeichnung des dereinstigen priesterlichen Messias יורה צוק (vgl. Hosea 10, i2) an den Namen seines Ahnen Zadok anklingen soll. Dieselbe Bedeutung hat auch die Bezeichnung der Gläubigen, an die sich der Verfasser unserer Fragmente im Eingänge des ersten Abschnittes wendet (1,1), als יודעי צדק (aus Jes. 51,7) 5). Vorstehende Ausführungen und Bemerkungen haben nur einen geringen Teil des Inhaltes unserer Fragmente zum Gegenstände: Viele Schwierigkeiten und Rätsel harren noch ihrer Lösung, ») ידהר לא קרא כספר התירה, im Gegensätze zum Gebote in Deut. 17,19: וקרא בי כל ימי חייו. *) S. Josua 24, 81,33; Bichter 2,7. *) אשר עבדו לעשתרות. S. Bichter 9,13 ויענדו לבעל ולעשתרות. Schechter zieht irrtttmlich . , . אשר עכרו als Belativsatz zu והזקנים. Es ist vielmehr die Begründung dafür, dass das Buch der Thora in Verborgenheit blieb. *) ויעליטו, wie Schechter ויעלו emendiert. *) VgL auch חקי הצדק;(4,16) לשלושת מיני ומורק;(1,16) בתיבות צדק (20,11 und 83). ...... r - י . r r

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