Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIV (1910)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1910)
- Date
- 1910-11-01
- Page
- Seite 184 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2254995-7599504-7600225--2904-2257776- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
184 Judeuachaft | ein ausserordentliches | Dalick• | und | Freuden• Fest | angestellet, | die Synagoge | prächtig von innen und von aussen mit vielen 10C0 Lampen und Wachs- I Lichtern erleuchtet, und unter andern auch gegenwärtiges | Danck-Lied, | unter einer angenehmen Musick | und Trompeten- und Paucken-Schall | andächtigst abgesungen; | Darinn | dem Allerhöchsten,, wegen der höchst gedachter | Sr. Königl. Majestät verliehenen Macht | über Dero Feinde so vielfältig zu siegen, so glücklich um Frieden zu | fechten; und diesen endlich erwünscht zu treffen, demuthsvoll gedanckt; | Sodann aber | für das hohe Wohl des Königs, beyder Königinnen | Majest. Majest. und des gesamten königl. Hauses | inbrünstig angeflehet werden. | Auf Veranlassung der Aeltesten aus dem Hebräischen in deutscher gebundener Bede übersetzt durch den hiesigen Schutz-Juden | Aron Salomon Gumpertz | der Philosophischen und Mathematischen Wissenschaften Beflissenen. [ BERLIN, gedruckt hey dem Königlichen Preussischen Hof-Buchdrucker, Christian Albert Gräbert. | | Schwab hat aber nicht nur die Buchstaben umschrieben (s. Steinschneider a. a. 0.), sondern tatsächlich ״verdeutscht“. Als Beweis und Probe für das Gumpertz’sche Original folgen V. I und 3. Gumpertz, V. 1: Mein Gott und HErr! der du allein das Heil, die Macht | Und meine Stärcke bist, du bist der mich bewacht, I Du giebst mir täglich neue Proben | Davon, und Anlass dich zu loben. Schwab (ohne Rücksicht auf die Jargon-Orthographie, genauer Abdruck bei Landshuth) V. 1: Mein Gott und Herr, der da [!] allein die Macht | und meine Schtärick bischt, der mich bewacht j ich erlange deine Hilf vun oiben ] da auf will ich dir (fehlt bei Landsh.) ach loiben. Gumpertz, V. 3: 0 Israel mein Volck! Ermuntre dich, sieh da | Was dir der HErr gethan; so sprich Hallelujah, | Denn, kannst du gleich kein Opfer bringen, | Stöhrt dich doch nichts Lob abzusingen. Schwab, V. 3 (Z. 3 u. 4):.. . . Wenn du ihm gleich kein Opfer kennscht bringen j kenschte ihm doch Lob zu singen. In seiner mehrfach erwähnten Schrift bemerkt - Landshuth S. 148 — ich übersetze es wörtlich —: Zu-diesem Ereigniss, zu dem R. David Fränckel das Lied gedichtet hat, hat er auch in der Synagoge vor versammelter Gemeinde eine Festpredigt gehalten. Und auch diese Predigt ist, wie es seheint, durch Gumpertz ins Deutsche übertragen worden und Schwab . . . sagt am Schluss (seiner Ausgabe des זמר נאה), dass er beabsichtige, auch die Predigt und die Uebersetzung zu drucken . . . Aber auch nicht ein einziger der erwähnten Schriftsteller bezeugt, dass die Predigt des Rabbiner Fränkel gedruckt worden ist oder die Uebersetzung.