Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIV (1910)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1910)
- Date
- 1910-11-01
- Page
- Seite 168 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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168 In der letzten Zeile zwischen dem unverständlichen זיזרוא und שיבנה befindet sich der siebenarmige Leuchter. Das נ im Namen )חגרו ist zweifelhaft; ich glaube annehmen zu dürfen, dass חברון zu lesen sei. חביון als Eigenname findet sich nicht nur in der Bibel (Ex. VI, 18) sondern auch in einer Inschrift aus Reheibat (Tunis) vom J. 1892, die N. Slouschz in seiner Arbeit: Uh voyage d’ötudes juives en Afrique (Paris, Impr. Nationale, 1909) p. 69 veröffentlicht: נאסף לגן עדן חלב רבי 81;חברון נ״ע. sagt mit Unrecht (p. 60) ״nom inconnu ailleurs, •i ce n’est celui de la ville de Hebron". Bacher (DLZ,1910 col. 1116) weist mit Recht auf den biblischen Sohn von Qehath hin. 2) Zu S. 284 über die Leuchter vgl. jetzt auch Krauss Talmudische Archäologie, I (1910) p. 498 Anm. 227. 3) S. 240; Chwolson und Derenbourg, die ליקיצת מי מנח erklärt haben ״bei der Erweckung durch mi mänäh d. h. Gott" werden vielleicht an b. Niddah p. 81a gedacht haben; doch ist es ganz sicher, dass übersetzt werden muss: bei dem Erwachen des Volkes, von dem es heisst מי טנה עפר יעקב : dafür spricht eben nicht nur das ליקיצת sondern auch ויקיצתו כיקיצת ישינים in der Inschrift No. 25. 4) P. 240 n. 1; eine Mitteilung über Form und Inhalt der Grabinschriften in Rom findet sich auch in Immanuel Mebabb. XIV ed. Lemberg, p. 106 a Z. 14 v. u. folg. — Im zweiten Bande (11,186—204) veröffentlicht N. Slousch die bereits von Steinschneider •u. D. Kahana publizierte Elegie des Märtyrers Moses Rimos (קינח למשה ריסוס filögie de Moise Rimos martyr juif ä Palerme au XVI e siöcle). S. nimmt als Text die Handschrift Oxford 26781; von der Handschrift Berlin, die der Ausgabe Steinschneiders zu Grunde lag» stand ihm eine Fotographie zur Verfügung. Dagegen benutzte er nicht die Florentiner Handschrift (Laur. pl. XLIV cod. II), über die wir weiter unten handeln werden. Sl. versieht seine Ausgabe mit einer nicht ganz genauen Einleitung und mit einer nicht immer korrekten Uebersetzung: wenig brauchbar sind die Anmerkungen zur Uebersetzung. Auffallend ist, dass S. die Hinrichtung Rimos* in das Jahr 1630 verlegt (p. 180) und überall (so schon im Titel, dann S. 187, S. 189) vom sechzehnten Jahrhundert spricht!! Wie übrigens ein Kenner der hebräischsn Literatur sagen kann (S. 187), dass die Qina wäre ein ״poöme d‘une reelle valeur, lequel demeure sans conteste l’oeuvre la plus pure que jamais juifait öcritesur cette belle terre de Sicile" *) ist einfach unerfindlich. Richtig ist dagegen das Urteil St’s (החלוץ IV.S, 66) ואם רוח השיר לא נוספת בה. בכל זאת ראויח חיא בעבור ענינה לחתפרסם ברבים vgl. auch ib. S. 67 gegen Ende. P. 190. Es ist natürlich nicht richtig, dass ״en töte du manuscrit de Florence" sich folgende Bemerkung findet: ״Additis Humno1) (!) quidicitur sanctificationis, Autore R. Mose Remus de Majorca". Den Sachverständigen muss nicht erst gesagt werden, dass es sich um die Angabe Biscionis in seinem Cataloge handelt, die sich aber nicht auf unsere Qina, sondern auf das vorhergehende gottesdienstliche Gedicht desselben Verfassers bezieht. S. hat wohl die unrichtige Bemerkung mit den Druckfehlern aus Steinschneider 1. c. p. 67 herübergenommen. Das Gedicht geht im Codex der Laur. unmitelbar der Qina voran und hat folgende Ueberschrift זה הקדיש שעשה כמה*ר משח ריסוס זלדדח ממיורקא am Schlüsse: תם ונשלם הקדיש שעשה כמודד משה ריסוס ז״ל ממיורקא. Wie man sieht, hat ג) Auf S. 189 heisst es: ״Le style est d’ailleurs pur, aussi simple que possible; son ensemble, plan et composition est admirablement con^u“ (vgl. noch S. 190—191). 2) L. Additio Hyipni. . . . ...