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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1910-07-01 · 4 (Juli-August 1910) · p. Seite 117

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XIV (1910)
Issue
4 (Juli-August 1910)
Date
1910-07-01
Page
Seite 117 (sequence 21)
Language
German
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117 24) B. liest am Anfang des zweiten Halbverses ך!תד1ל!£י& was •jedoch nicht unbedingt notwendig ist, da das Personalpronomen hier auch fehlen darf. 25) B. macht darauf aufmerksam, dass auch diese Zeile in Vorsmass ist, 'was aber auch reiner Zufall sein kann. Briefwechsel eines Studenten der Medizin in Frankfurt a. d. Oder mit dem in Halle Medizin studierenden Isak Wallieh im Jahre 1702. Von A• Freimann. Der Arzt Tobias Kohn1) schreibt in der Vorrede seines Werkes מעשה טוביה Venedig 1705. ״Damals beabsichtigte ich na?ch Italien zu gehen, um in Padua Medizin zu studieren. Da traf ich den Arzt Gabriel, wir wurden innig befreudet. Man nahm uns überall freundlich auf, wohin wir auch kamen. Insbesondere befahl der Kurfürst v. Brandenburg der Universität zu Frankfurt a. d. Oder uns dort zu inscribieren, trotzdem es gegen ihre Statuten war und noch niemals einJude dort studiert hatte. Der Kurfürst gab uns obendrein noch ein jährliches Stipendium2 3)“. Ludwig Geiger8) bemerkt mit Recht: ״in dem Stiftungsbrief der Universität und in der kaiserliehen Bestätigung 26. Oktober 1500 steht nichts von einem Verbot des Studierens seitens der Juden auch in den Universitäts- Statuten findet sich davon nichts“. Wäre die Tatsache, dass ein Jude in Frankfurt immatrikuliert wurde, wirklich eine aufsehenerregende gewesen, Johann Christoph Becmann hätte gewiss nicht ermangelt sie in seiner kurzen Geschichte der Universität 4) zu erwähnen. Sehen wir nun die eine Hälfte der Angabe Tobia’s ״trotzdem es gegen ihre Statuten war“ nicht 1) Ueber Gabriel Felix Sohn des Moses und Tobias Moschides aus Metz ygl. Kaufmann in EEJ. XVIII, 298. Ueber Tobias ben Moses Nerol die Literaturangaben in Allg. Deutsch. Biographien s. v. Tobias Nerol; אוצר הספרות II, 144 f.; ibid. IV, 467; Freudenthal, Aus der Heimat Moses Mendelssohns S. 199 n. 1; MGWJ. 1906 S. 696. 2) In den Akten des königlichen Hausarchivs ist über diese beiden Stipendiaten nichts zu ermitteln, wie mir Herr Archivrat Dr. Schuster mitzuteilen die Freundlichkeit hatte. 3) Geschichte der Juden in Berlin II, S. 4. 4} Becmann, Notitia univers. Francofurtanae 1707 p. 270—84.

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