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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1910-05-01 · 3 (Mai-Juni 1910) · p. Seite 90

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XIV (1910)
Issue
3 (Mai-Juni 1910)
Date
1910-05-01
Page
Seite 90 (sequence 26)
Language
German
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90 16) במאזניה nia dem ihr zukommenden Metrum“ und nicht mit Chajes in בסאזגים zu ändern und ebensowenig ist ונסגרה anstatt וכסגדה zu lesen, da es auch im ersten Hemstich ובשרד - heisst. Es sei zugleich bemerkt, dass ו vor בסם metrich so viel wie ו d. h. eine Kürze ist; vgl. z. ß. ו$ע1ני im ersten Verse. 17) החישותי heisst hiernicht ״ich habe geschwiegen* *, wie Chajes glaubt, sondern ״eilen“ und ist daher die Emendation 'החלות fasch; der Sinn ist: ״Schon morgens eilte ich, so dass es es abends fertig ward“. Die Vokalisation י^נלה ist in der Hand• schritt, wahrscheinlich aber ist zu vokalisieren. 18) Chajes übersetzt den Vers: doch bei meiner starken In• anspruchnabme und der Unruhe meines Herzens, ist meine Rede etwas undeutlich ausgefallen; ich spreche in Andeutungen wie ein Weissagender oder eine Wahrsagerin. Gegen diese Auffassung ist einzuwenden, dass Hai im folgenden Verse gerade die Vorzüglichkeit seines Gedichtes lobt. Aber der Sinn dieses Verses ist ja ganz klar: Trotz meiner starken Inanspruchnahme, und obwohl mein Herz unruhig ist, so erfüllte sich doch mein Wunsch und die Worte meines Mundes sind wie die eines Propheten. Hai lobt sein Gedicht, welches ihm gelang, obwohl er sehr beschäftigt war und nur wenig. Zeit — vgl. den vorhergehenden Vers — darauf verwenden konnte; In der.Handschrift ist nach הגיגי בא eine kleine Lücke, die ich durch ואמרי ausfülle. Das letzte Wort dieses Verses ist וחוברה zu lesen und wird ein neuer Satz damit eingeleitet, der im folgenden Verse ausgeführt wird, und zwar dass das, was er zu sagen hat, in Reim und Meter niedergelegt ist. Der Gebrauch von ח3ר reimen und seine Derivate lässt sich zwar erst bei den Uebersetzern aus dem Arabischen nachweisen,1) jedoch ist kein Grund vorhanden, warum nicht schon Hai diesen Ausdruck gebraucht haben soll. Möglich ist auch, dass וחוברה einfach ״verfasst“ bedeutet, wie bei den Späteren,2) so dass Hai davon spricht, dass ihm sein ״Opus“ gelungen ist. 19) Am Anfang der Zeile ist eine Lücke, die ich mit ואותה גם ausfülle, in dem Hai darauf hinweist, dass er nieht Reimprosa, sondern ein gereimtes Gedicht — ich lese שרתי für שוררה — schrieb. Die Emendation חנם לב בה steht graphisch והם לבו des Textes viel näher als היום ותן לבך, das Chajes vorschlägt. Die Lücke am Anfang der zweiten Vershälfte ergänze ich mit: אשר ולקשרה .תהיה ist Infinitiv Niphal und bedarf keiner weiteren Emendation. — *) Vgl. Brody 1. c. *) VgL jedoch schon Job 16,4.

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