Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIV (1910)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1910)
- Date
- 1910-05-01
- Page
- Seite 88 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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88 — D und כ häufig verwechselt werden in alten Handschriften und der Ausfall der letzten Silbe bei einem Fremdwort nicht auffällig ist1) Im zweiten Halbverse liest Chajes ילסקלה indem; er es zum vorher• hergehendeu zieht, jedoch liegt kein Grund zur Aenderung des Textes vor, da ,י{£ל<ר ohne Schwierigkeit zum. folgenden Verse gezogen werden kann, wobei dann natürlich ״all diejenigen, die auf ihn hoffen14, zu übersetzen ist.2) 4) Es ist nicht ganz deutlich, auf wen dieser Vers sich bezieht, aufJudah oder auf seinen im vorhergehenden Verse genannten Vater.; das Erstere ist wahrscheinlicher. — Der Singular מנעם ist nicht biblisch, wo nur סנעמים vorkommt. 5) Mit diesem Verse wird auf die Belohnung zur Zeit der Auferstehung hingewiesen. Im zweiten Halbverse verlangt das Metrum 1* *1)899 obwohl biblisch nur $99ית vorkommt. - 6) 'לס in G e 0 n i c a ist Druckfehler, die Handschrift hat gänz richtig למו, aber das folgende Wort ist korrupt, תסוגה anstatt תפתה, das allein einen Sinn gibt. 7) Auch in diesem Verse sind im Drucke ' und ו verwechselt Worden, die Handschrift liest לדה und nicht לווה. Die Emendation ןם1'(ה 9קי9יה rührt von Chajes her und ist zweifelsohne die allein richtige Lesart. Zu vergleichen ist Shekalim IV, 49 c und Parallelstellen, wo von der יורה die Bede ist, in der die Bäucherwerke hergestellt werden. 8) Das regelrechte Femininum zu p3tf wäre קה^|| nnd nicht 8ץזקה, jedoch liegt kein Grund vor, $8}ה סתוטרה zu lesen, da auch 8ן$ה e;ne zulässige Nominalbildung ist. In der zweiten Hälfte des Verses ist zwar ״ ט$0(הgeschätzt“ .sachlich und sprachlich ganz gut möglich, da aber das Metrum eine Kürze voraussetzt, so habe ich die mir von Dr. Israel Davidson vorgeschlegene Emendation acceptiert und lese ט^עיה• In der Bibel kommt zwar nur Qal vor — Prov. 23, 7 — aber im Talmudischen wird nur das Piel verwendet, so dass wohl auch Hai טלקהוךח schrieb, und nicht נלד׳!*?!’#• 9) Was Chajes an?qjp; — ist Drückfehler — äuszusetzen hat, ist mir nicht klar, es liegen weder sachliche noch metrische *) Ueber solche and noch stärkere Fälle Von Apokope ygl. Krauss, Lehnwörter, 118—120. - *) Vgl. anch Pesikta ed. Baber 88 a and Parallelstellen wo ״ סבוניmeine Hoffnung" (wörtlich* ineine kleine Hoftnung) =■ mein ßohn ist, wo dann ״ ס5רוseweFamilie" anch bedeuten kann. .